Strieber, Whitley

Die Heimsuchung

Roman

Amazon.com: »Dieses Buch hat mich zu Tode erschreckt. Striebers Hommage an H. P. Lovecraft zollt dem Großen Alten Mann aus Providence nicht nur Tribut, sie übertrifft ihn sogar.«


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Beschreibung

Details

Die Einwohner von Oscola hatten nie über den Hügel nachgedacht. »Der Hügel« war ein Ort, wie es ihn in so vielen Vororten der USA gibt – Familien gingen dort hin zum Picknick, Liebespaare zum Rendezvous, und im Winter sausten die Kinder mit ihren Schlitten die Hänge hinab.

Doch jetzt ist das anders. Im Inneren des Hügels schreit etwas. Etwas, das nicht auf unserer Welt geboren wurde. Es schreit vor Hunger …


Amazon.com: »Dieses Buch hat mich zu Tode erschreckt. Striebers Hommage an H. P. Lovecraft zollt dem Großen Alten Mann aus Providence nicht nur Tribut, sie übertrifft ihn sogar.«

Deutsche Erstveröffentlichung


Zusatzinformation

Autor: Strieber, Whitley
Buchreihe: H. P. Lovecrafts Bibliothek des Schreckens
Auflage: Deutsche Erstausgabe
Buchseiten: 384 Seiten
Ausführung: Gebunden, mit Schutzumschlag in Lederoptik und Leseband
Format: 21 x 13,5 cm
ISBN: 978-3-86552-143-9
Übersetzung von: Heinz Zwack
Brutalität / Gewalt:
2
Anspruch:
3
Sex / Obszönität:
2
Bewertungen

Kundenmeinungen zu "Die Heimsuchung"

Surreales Meisterwerk in der Tradition von H.P. Lovecraft

von Florian 27. April 2013
Inhalt:
Obwohl der Hügel zum Privatgrundstück des pensionierten ehrenwerten Richters terBroeck gehört, nutzen ihn die Einwohner von Oscola als beliebtes Ausflugsziel. So auch Brian Kelly und seine schwangere Frau Loi, die einst als Tunnelratte auf Seiten der Vietkong gegen die Amerikaner kämpfen musste. Doch das idyllische Picknick wird jäh unterbrochen, als die grauenhaften Schreie einer Frau aus dem Inneren des Hügels dringen und Brians Hund sich wie toll gebärdet. Die rasch hinzugezogene Polizei, in Gestalt von Brians altem Freund Bob, kann nicht viel ausrichten, denn Richter terBroeck untersagt eine großangelegte Grabung und ein Geologe bestätigt dessen Aussage, dass in dem Hügel keine Hohlräume existieren. Die Journalistin Ellen Maas, deren kleines Provinzblatt kaum Leser findet, wittert eine große Story. Doch als sie sich nachts dem Hügel und dem Haus des Richters nähert macht sie eine grauenvolle Entdeckung. Phosphoreszierende Käfer strömen aus dem Inneren der Erde und versuchen in Ellen einzudringen. Obwohl der Richter offenbar genau weiß, um was es sich bei diesen seltsamen Käfern handelt streitet er deren Existenz ebenso ab, wie die Tatsache, dass er in derselben Nacht Besuch von mehreren Menschen gehabt haben muss, deren Autos Ellen Maas gesehen hat. Der einzige Mensch, der ihr Glauben schenkt ist Brian Kelly. Gemeinsam versuchen sie das Geheimnis des Hügels zu lüften. Doch sie ahnen nicht, dass es für die Einwohner von Oscola bereits zu spät ist ...

Meinung:
Whitley Strieber gehört zu den produktivsten und populärsten Horror-Autoren der USA. Viele seiner Werke wurden verfilmt, obwohl seine Romane alles andere als Mainstream sind und gewiss keine leichte Kost darstellen. Bereits mit seinem Werwolf-Thriller „Wolfen“, der ebenfalls im Festa Verlag neu aufgelegt wurde, hat er im Genre neue Akzente gesetzt. „Die Heimsuchung“ aus dem Jahr 1993 dagegen ist eine Hommage an den amerikanischen Schriftsteller H.P. Lovecraft, in dessen „Bilbiothek des Schreckens“ der vorliegende Band als hochwertiges, edles Hardcover hierzulande erschienen ist. Eine ausgefeilte Charakterzeichnung, fernab gängiger Stereotypen bildet den Grundstock für den Roman. Da wäre zum einen Brian Kelly, ein Physiker, der durch einen Unfall seine erste Frau Mary und die gemeinsame Tochter Kate verloren hat. Loi, seine zweite Frau, ist Vietnamesin, die die Schrecken des Krieges am eigenen Leib erfahren hat und im Angesicht der Gefahr über sich selbst hinauswächst. Und schließlich ist da noch Ellen Maas, die ehrgeizige Journalistin und Besitzerin einer Zeitung, die jedoch nicht allzu gut läuft. Ellen ist zielstrebig und mutig, hat in Oscola jedoch nur wenige Freunde. Die Ereignisse um den Hügel, aus dessen Innerem die schrecklichen Schreie erklingen, schweißt diese unterschiedlichen Menschen zusammen. Später wächst die Gruppe zu einer verschworenen Gemeinschaft an, die sich gegen ein namenloses Grauen stemmen, dessen Ursprung, ganz wie bei Lovecraft, im Dunkeln bleibt. Auch die surrealen Beschreibungen treffen den Nerv der lovecraftschen Erzählungen, und in den bizarren Darstellungen von leuchtenden Käfern, menschlichen Mutationen und brutzelndem, violetten Lichtes zeigt sich Striebers schriftstellerisches Können. Allerdings hat die Geschichte auch ihre Längen und genau wie bei Lovecraft so ist auch der vorliegende Roman keine leicht verdauliche Kost. Die These, dass Horror anspruchslos und billig ist, wird spätestens mit diesem Werk ad absurdum geführt. Freunde des blutigen, plakativen Horrors dürften mit der Geschichte jedoch ihre Schwierigkeiten bekommen.

Die äußere Gestaltung mit Schutzumschlag und Lesebändchen macht den Band zu einem Schmuckstück in der Sammlung eines jeden Horror-Fans. Eine kunstvolle Innenillustration bildet das Tüpfelchen auf dem I.

I beg to differ

von Rezensionator 28. Januar 2013
Ich wüsste gerne wer folgendes auf Amazon.com sagte: »Dieses Buch hat mich zu Tode erschreckt. Striebers Hommage an H. P. Lovecraft zollt dem Großen Alten Mann aus Providence nicht nur Tribut, sie übertrifft ihn sogar.«
Dieser jemand hat vermutlich gar keine Ahnung von Lovecraft und seinem Horror und scheint obendrein auch zu den Personen zu gehören, die sich bei einem Gewitter unter die Bettdecke verkriechen.
Durch die Aussage von Amazon.com war ich schon recht neugierig auf das Buch, aber meine Neugier schlug bald in eine gewisse Enttäuschung um.

Als erstes wird man mehr oder weniger direkt in die Handlung hineingeworfen, ein beschaulicher Nachmittag endet in einem grauen, das Ausmaße hat, die man sich nicht vorstellen kann. Der Spannungsbogen wird zwar gut, aber dennoch schnell aufgebaut und erscheint, wie bereits in der Rezension vor mir erwähnt, etwas langatmig und gewisse Situationen wiederholen sich oft, wie z.B. Lois Schmerzen, wenn die Erde bebt.
Die Story als solches erinnert mich stark an den Film Phantoms und auch sonst vermisse ich Elemente des kosmischen Horrors, den Lovecraft geschaffen hat. Die Wesen, die die Kleinstadt terrorisieren kommen zwar aus ferner Vergangenheit, aber wie sie in unsere Zeit kommen ist recht Phantasielos und wird physikalisch nicht begründet. Die Rolle des Neugeborenen fand ich recht störend, da meiner Meinung nach Spiritualität und Horror nicht ganz zusammenpassen. Der Horror, der dargestellt wird, hat keine Subtilität wie Lovecraft sie verwendete, sondern zeichnet sich durch diverse, teilweise detailierte Beschreibungen aus, die recht blutig sind.

Als Zusammenfassung kann ich nur sagen, dass ich dem Amazon-Kommentar nicht zustimmen kann und will. Die Gründe dafür sind folgende:

1.) Es ist nicht wirklich eine Hommage an die großen Alten, sondern ein stinknormales Horrorbuch, das nichts mit Lovecrafts Mythos zu tun hat.

2.) Der Stil des Autors kommt nicht an den von Lovecraft heran, somit kann der Altmeister auch nicht übertroffen werden. Wo Lovecraft es der Phantasie des Lesers überließ was geschieht, wird hier alles Blutige sehr genau beschrieben.

3.) Es gibt ein Happy End. In keiner von Lovecrafts Geschichten gibt es ein Happy End. Meistens werden die Protagonisten Wahnsinnig, nehmen sich das Leben oder sind psychisch erschüttert/verändert. Die Charaktere in diesem Buch treten den Monstern gegenüber und machen danach weiter als wenn nichts geschehen ist, weder werden sie wahnsinnig noch treibt sie ihr Wissen in den Selbstmord.

Fazit: Eine durchschnittliche Horrorgeschichte, die sich der typischen Elemente des Horrorfilms bedient. Das Buch lässt sich recht schnell lesen, wenn man sich die Zeit dafür nimmt. Ich habe insgesamt sieben Abende für das Buch gebraucht. Horrorfans werden es mögen, aber nach Lovecraft sucht man vergebens.

von Mister Pecksniff 25. Oktober 2012
Gemischte Gefühle nach der Lektüre: Einerseits sehr spannend und unheimlich mit viel Atmosphäre, anderseits langatmig und zu Wiederholung neigend. Wer kein Lovecraft-Fan ist, sollte hier eher nicht zugreifen. Wer es ist - na, der hat es sowie schon längst.
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