Smith, Bryan

Haus des Blutes

HORROR TB - BAND 51

Ein einsames Herrenhaus hoch oben in den Bergen, bevölkert von Sadisten, Sklaven und toten Göttern.


Bryan Smiths Debütroman war für die amerikanischen Leser eine brutale Offenbarung.

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Beschreibung

Details

Wären sie doch bloß nicht von der Landstraße abgefahren! So aber stranden die fünf High-School-Abgänger mitten in der Einöde. Unheimliche Geräusche aus dem nächtlichen Wald, Kreaturen wie aus einem Horrorfilm … Ihre Nerven liegen blank.
Da kündigt sich die Rettung an. Ein Licht in der Dunkelheit. Ein geheimnisvolles Herrenhaus in den Bergen als Zuflucht.
Doch das Haus entpuppt sich als blutiges Tor zur Hölle, bevölkert von Sadisten, Sklaven und toten Göttern. Auf die fünf warten unsägliche Torturen und Schändungen. Wohl denen, die nicht überleben!

Bryan Smiths Debütroman war für die amerikanischen Leser eine brutale Offenbarung.

Brian Keene: »Klassischer Horror vom Feinsten. Auf keinen Fall verpassen!«

Douglas Clegg: »Haus des Blutes ist eine Achterbahnfahrt des Schreckens, bei der man gar nicht schnell genug umblättern kann!«

Bryan Smith schreibt mit erbarmungsloser Härte. Dies ist kein traditioneller Gruselroman, sondern moderne Horrorliteratur mit brutalen und verstörenden Beschreibungen.

Zusatzinformation

Autor: Smith, Bryan
Auflage: Deutsche Erstausgabe
Buchseiten: 416 Seiten
Ausführung: Paperback, Umschlag in Festa-Lederoptik
Format: 19 x 12 cm
ISBN: 978-3-86552-195-8
Originaltitel: House of Blood
Übersetzung von: Doris Hummel
Brutalität/Gewalt:
3
Anspruch:
3
Sex/Obszönität:
4
Bewertungen

Kundenmeinungen zu "Haus des Blutes"

Glücklicherweise konnte sich Smith nach diesem Debüt noch deutlich steigern

von Florian 27. April 2013
Inhalt:
Fünf College-Studenten auf der Rückfahrt von einem gründlich missglückten Ausflug. Dream hat ihren Freund in flagranti erwischt und sofort Schluss gemacht. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Alicia, ihrem besten Freund Chad, sowie Karen und Shane macht sie sich auf den Rückweg. Doch die Stimmung im Wagen ist alles andere als gut und plötzlich kommt es zum Streit, während dem das Auto vom Weg abkommt. Damit beginnt für die fünf jungen Menschen ein wahrer Horror-Trip, denn in den umliegenden Wäldern lauern grauenhafte Bestien auf ihre Opfer. Chad verlässt nach einem heftigen Krach mit Dream die Gruppe und gelangt noch vor seinen Freunden zu einem einsam gelegenen Haus, in dem ein Dämon seine menschliche Opfer bis aufs Blut quält und sexuell demütigt. In den Kellern des Hauses vegetieren die Gefangenen des Dämons vor sich hin. Doch es regt sich Widerstand. Ist es tatsächlich Zufall, dass Dream, Chad und ihre Freunde ausgerechnet jetzt das Haus des Blutes betreten?

Meinung:
„Haus des Blutes“ ist der Debütroman von Bryan Smith, der im Jahr 2004 in Amerika veröffentlicht wurde. Bereits in diesem Werk beweist Smith einen äußerst plastischen und lebhaften Schreibstil. Der Roman lebt von seinen Charakteren, und was sich auf dem Klappentext wie der obligatorische Teenie-Splatter liest, entpuppt sich als surrealer Horror-Roman mit Fantasy-Elementen. Bereits in diesem Buch zeigt sich Smith als Autor, der kein Blatt vor den Mund nimmt und sich auch vor drastischen Szenarien nicht scheut, obwohl der vorliegende Band nicht an seine Meisterwerke „Verkommen“, „Todesgeil“ und „Seelenfresser“ herankommt. Tatsächlich arbeitet Smith in diesem Roman gelegentlich auch mit Andeutungen und überlässt einige brutale Szenen der Fantasie des Lesers. Wer also Storys wie die oben genannten erwartet, könnte enttäuscht werden. Auch in seinem Erstlingswerk frönt der Autor seiner Vorliebe für mehrere, parallel verlaufende Handlungsstränge. Protagonistin und Hauptfigur bleibt aber die zierliche, naive und an Depressionen leidende Dream. Der Leser findet in dem Roman viele Elemente, die Smith später auch in seinem Roman „Verkommen“ verwendete und perfektionierte. Leider ist „Haus des Blutes“ nicht frei von Längen und die ständigen Szenen um Unterwerfung und Dominanz wirken auf die Dauer schnell ermüdend, ebenso wie die seitenlangen Reflexionen der einzelnen Charaktere. Der Antagonist des Romans ist ein Dämon von übernatürlicher Kraft und Sexualität, wodurch er sehr unwirklich und abstrakt erscheint. Doch bevor die Geschichte richtig in Gang kommt, nähert sie sich auch schon ihrem Ende. Wissenswert ist vielleicht noch, dass es zu dem Buch eine Fortsetzung gibt, die unter dem Titel „Herrin des Blutes“ demnächst bei Festa erscheinen wird.

Bryan Smith kann es besser

von Elmar 22. April 2013
- „Dream zog das Haus vollkommen in seinen Bann. Sie war sich der Bedrohlichkeit bewusst, die es ausstrahlte, aber es rief auch noch etwas anderes in ihr wach; ein namenloses Verlangen, das ihr Herz zum Rasen brachte. Sie öffnete die Fahrertür und streckte eins ihrer langen Beine ins Freie.“ -

INHALT
Zehn Jahre nach ihrem Schulabschluss will ein Gruppe Twens ihre Highschoolzeit wieder aufleben lassen und einige ausgelassene Tage in Key West verbringen. Als Dreams Freud sie dort ausgerechnet mit einem Mann betrügt, findet die Reise ein vorzeitiges Ende. Gemeinsam mit ihrer Freundin Alicia, dem Sonderling Chad und dem Pärchen Karen und Shane ist Dream auf der Heimfahrt, als die ohnehin aufgeladene Stimmung im Auto eskaliert und sie zwingt, vom Highway abzufahren. Doch sie ahnen nicht, dass sie in den Wirkungskreis des „Meisters“ geraten sind, dessen Kreaturen sie durch den Wald hetzen, bevor die verbleibenden Reisenden plötzlich unerwartet vor einem Herrenhaus stehen, in dessen Innerem die Gesetzte der Realität aufgehoben sind.

- „Die Gestalt auf dem Bett schläft unruhig. Die Nacht hier ist reich an quälenden Träumen. Das sidn sie immer. Dieses Haus ist ein riesiges Depot der Albträume. Selbst in der Luft hängen Spuren vergangener Qualen …“ -

MEINUNG
Gespannt verfolgt man anfänglich die Dialoge der Gruppe und die Eskalation der Situation, die die Reisenden zwingt, sich eine Zeit lang zu trennen, um Dampf abzulassen. Hier beweist Smith schon in seinem Debütroman das Talent, seinen Figuren wirkungsvoll Profil zu verleihen. Ebenso praktiziert er schon hier eine Technik, die er auch in seinen späteren Romanen beibehält, nämlich die Figuren zu trennen und an verschiedenen Fronten agieren zu lassen. Chad gerät in den Bann einer Sklavin, die jedoch alles daran setzt in der internen Hierarchie aufzusteigen. Auch auf Chads Kosten. Dream, die eine unerklärliche Verbundenheit mit dem Haus verspürt, steht bald dem Meister höchstpersönlich gegenüber, der in ihr eine verwandte Seele zu erkennen glaubt und eine Chance sieht, seine restlichen Tage mit einem ebenbürtigen Wesen zu teilen. Ferner hat sich in den Untiefen des Hauses – um die Person eines gewissen Lazarus, bei dem es sich um einen totgeglaubten Sänger handelt - eine Gruppierung gebildet, die nur auf die Gelegenheit wartet, einen Putsch gegen den Meister zu führen.

Alles ganz schön ambitioniert in Bryan Smiths Debütroman und auch originell. Die Umsetzung jedoch schlingert nach einer gelungenen Exposition zunehmend ziellos in Richtung Belanglosigkeit. Nach der Trennung der Charaktere wird die Geschichte so wirr und unzusammenhängend, dass man nach und nach das Interesse an der Story und schließlich sogar an den Figuren verliert. Da verführt der Meister Dream mit dem Aussehen eines Filmstars und seinen unglaublichen Fähigkeiten, bis sich ihre Gedanken nur noch im Kreis drehen, während sich im Keller des Hauses ein wahres Ghetto samt bewaffneten Aufpassern wie aus einem Kriegsfilm ausbreitet, durch das Chad mit seiner neuen Herrin völlig planlos stolpert. Auch erweist sich der Meister selbst – immerhin die angeblich omnipotente treibende Kraft des Bösen hier – als altersmüder Hierarch, der vor einer attraktiven Mittzwanzigerin wehrlos einknickt. Doch möglicherweise ist der Meister auch nur vorgeschoben, denn der Epilog verweist schon auf die Fortsetzung HERRIN DES BLUTES (ist für Mai 2013 bei Festa angekündigt).
Insgesamt enthält HAUS DES BLUTES einfach zu viele Elemente die nicht zusammen passen, den Roman ausbremsen und sich auch noch völlig belanglos in Wohlgefallen verabschieden (z.B. die Formwandler). Dass Bryan Smith es besser kann, hat er z.B. mit TODESGEIL (Festa-Verlag) bewiesen.

Als Covermotiv wurde ein Stockfoto verwendet, das zwar keinen Bezug zum Inhalt hat, aber seine Wirkung – im Zusammenspiel mit dem Bryan Smith-Layout - nicht verfehlt. Wie üblich ist das Taschenbuch in Festa-Lederoptik gefertigt und es gibt qualitativ nichts auszusetzen.

FAZIT
HAUS DES BLUTES verfügt immerhin über einen „catchy“ Beginn, auch wenn sich die weiteren Teile nicht zusammenfügen wollen. Dadurch verliert der Roman zu viel von seiner anfänglichen Intensität.

Aus einer apokalyptischen Unterwelt

von Buchwelten 14. April 2013
Fünf Highschool-Abgänger haben vor, die glücklichen Tage ihrer Collegezeit noch einmal aufleben zu lassen. Sie planen einen Urlaub, der allerdings nicht so verläuft, wie sich die fünf vorgestellt haben. Es beginnt damit, dass sie sich verfahren, weil sie von der Landstraße abbiegen und bald darauf in einer menschenleeren Einöde landen. Das Benzin wird knapp und als ein düster aussehendes Herrenhaus in den Bergen erscheint, wähnen sich die Touristen in Sicherheit. Sie ahnen nicht, was sich hinter der Fassade des Gebäudes verbirgt. Es ist nämlich nicht Rettung, die auf die fünf Schulabgänger wartet, sondern ein höllisches Tor, das direkt in die Hölle zu führen scheint. Ein Kampf ums Überleben beginnt, als sich die Gruppe jugendlicher Touristen in einer Welt wiederfinden, die von Sadisten, Sklaven und totgeglaubten Göttern bevölkert ist.
.
Es fällt mir nicht leicht, Bryan Smiths Debütroman zu rezensieren. Einerseits erwartete mich so etwas wie ein Hohelied auf die Slasherfilme der 80er-Jahre, andererseits wurde ich durch die Entwicklung der Handlung in eine Geschichte geworfen, die mich -wie soll ich sagen?- enttäuschte, weil ich mir unter dem „Haus des Blutes“ etwas anderes vorgestellt hatte.
Der Einstieg in die Geschichte machte unheimlichen Spaß und die Charaktere bekamen kurzfristig sogar einen Platz in meinem (Leser-)Herzen. Auch als die Gruppe das geheimnisvolle Haus in den Bergen erreicht, ist noch alles schlüssig und unterhaltsam spannend zu lesen.
Aber dann entwickelt sich der Handlungsstrang in eine Richtung, die ich, zumindest meist, als störend empfand. Sicherlich gab es auch in der zweiten Hälfte des Buches die ein oder andere Szene, die mir gefallen hat. Aber …
Smith hätte eine weitaus besseres Buch geschrieben, hätte er sich nicht in eine (manchmal leider abstruse) Welt voller Dämonen gestürzt, die unter dem Haus existiert. Die Szenarien erinnerten mich teilweise an „Tagebuch aus der Hölle“ von Jeffrey Thomas, wobei Smith nicht die nötige Tiefe erreicht, die Thomas’ Roman so faszinierend macht.
Was leider auch in der zweiten Hälfte des Romans passierte: die Charaktere verloren, bis auf die Hauptprotagonistin Dream, an Farbe und so manches Mal ertappte ich mich dabei, wie ich die ein oder andere Person verwechselte.
Bryan Smith hat allerdings ein paar „erotische“ Momente aus Sicht einer Frau beschrieben, die ich mochte und die für mich sehr überzeugend geschildert wurden.

Dennoch kann ich „Haus des Blutes“ (wenngleich aus meiner Sicht ein wenig eingeschränkt) empfehlen. Wie in den anderen Büchern, die ich von Bryan Smith kenne, wechselt der Schreibstil des Autor zwischen hochwertigen Sätzen und manchmal etwas plumper (nicht böse gemeinter) Trivialliteratur a la John Sinclair. Aber das Buch macht Spaß und das ist das Wichtigste. Und auf die Fortsetzung, „Herrin des Blutes“, die im Mai ebenfalls im Festa-Verlag erscheint, bin ich natürlich neugierig. Nach dem „offenen“ Ende des ersten Teils könnte ich mir durchaus vorstellen, dass in einer Weiterführung der Handlung, die mir bei „Haus des Blutes“ nicht so zugesagt hat, jetzt richtig Potential stecken könnte.

Die Covergestaltung ist, wie vom Festa-Verlag gewohnt, einfach nur genial, ansprechend und passend. Und dass wir durch diesen Verlag mit Werken von Autoren wie Bryan Smith, die sonst kein deutscher Verlag publizieren würde, versorgt werden, ist toll.

Fazit: 3,5 von 5 Sternen für einen Mystery-Horror-Thriller, der zwar ein paar Schwächen aufweist, für einen Debütroman aber absolut gelungen ist. Bryan Smiths Fans werden das Buch mögen (ich mag es ja irgendwie auch ;-) )
Ein anfangs stimmungsvolles 80er-Jahre Horrorfilm-Flair wird von einem Ausflug in eine blutige, apokalyptische Unterwelt voller abgelöst.

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