Tremblay, Paul

A Head Full of Ghosts – Ein Exorzismus

Stephen King: »A Head Full of Ghosts hat mir höllisch Angst gemacht, und so leicht erschreckt man mich nicht.«

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Beschreibung

Details

Ein Meisterwerk des psychologischen Schreckens.

A Head Full of Ghosts schildert auf mehreren Zeit- und Personenebenen die Erlebnisse der 14-jährigen Marjorie. Als sie Anzeichen einer Geisteskrankheit zeigt, gipfelt die Hilflosigkeit ihrer Familie und der Ärzte in einem Exorzismus, der als Show live im TV ausgeschlachtet wird.
Jahre später gibt Merry, die jüngere Schwester von Marjorie, ein Interview und spricht über die tragischen und unheimlichen Geschehnisse, die seither zur urbanen Legende wurden.

 

Stephen King: »A Head Full of Ghosts hat mir höllisch Angst gemacht, und so leicht erschreckt man mich nicht.«

Stewart O'Nan: »Verstand verwirrend unheimlich, krank und traurig.«

Zusatzinformation

Autor: Tremblay, Paul
Buchreihe: Festa Must Read
Auflage: Deutsche Erstausgabe
Umfang: 400 Seiten
Ausführung: Gebunden, mit Schutzumschlag in der Festa-Lederoptik
Format: 20,5 x 12,5 cm
ISBN: 978-3-86552-659-5
Originaltitel: A Head Full Of Ghosts
Übersetzung von: Manfred Sanders
Erscheinungsdatum: 07.06.2018
Brutalität/Gewalt:
2
Anspruch:
4
Sex/Obszönität:
1
Bewertungen

Kundenmeinungen zu "A Head Full of Ghosts – Ein Exorzismus"

Ein verstörendes Psychodrama mit tollen Horrorelementen

von Yvonne 21. Oktober 2018
Worum geht es?
Als die vierzehnjährige Marjorie Barrett beginnt, sich beängstigend seltsam zu verhalten (spontanes Erbrechen, Bösartigkeit, Stimmwechsel etc.) und die Schulmedizin an ihre Grenzen stößt, setzen ihre Eltern auf Hilfe durch die Kirche. Da das Geld aber immer knapper wird, der Vater seinen Job verloren hat und die Verzweiflung von Tag zu Tag größer wird, kommt das Angebot eines TV-Senders gerade recht, die "Besessenheit" der Tochter und den von der Kirche geplanten Exorzismus live zu begleiten.
Jahre später schildert die jüngere Schwester Meredith rückblickend während eines Interviews die Ereignisse aus ihrer Sicht und der Leser gerät förmlich in einen Strudel, aus dessen Sog er sich nur schwer befreien kann.


Leseeindruck:
Mit "A Head Full of Ghosts" gewährt der FESTA Verlag dem deutschen Leser Zugang zu einem düsteren und schockierenden Roman des wirklich vielversprechenden amerikanischen (Horror-)Autors Paul Tremblay. Liest man den Klappentext, so könnte man meinen, es handelt sich um eine Neuinterpretation des Klassikers "Der Exorzist" von William Peter Blatty. Weit gefehlt! Sowohl die Geschichte selbst, als auch der Aufbau und die Umsetzung sind anders aber nicht minder lesenswert.

Tremblay nutzt verschiedene Zeitebenen, um Meredith (Merry) die Geschichte erzählen zu lassen. Dabei erlebt der Leser alles aus ihrer Sicht. Besonders ist dabei, dass wir die Geschehnisse zwar überwiegend aus der Perspektive der achtjährigen, liebenden Schwester geschildert bekommen, allerdings auch zwei kritischere Stimme der erwachsenen Merry hören. Denn diese betreibt zum Einen anonym einen Blog, in dessen Gewand sie die Ausschlachtung durch den TV-Sender (bei dem sie natürlich zum damaligen Zeitpunkt keinerlei Mitspracherecht hatte) scharf kritisiert und analysiert. Zudem gibt sie ein Interview, das als Grundlage für ein Buch stehen soll. Diese drei Stimmen Merrys gewähren dem Leser einen umfassenden (Rundum)Blick auf sämtliche Geschehnisse, lassen aber gleichermaßen sehr viel Raum für Spekulationen und Zweifel. Denn eines zeichnet den Autor bei diesem Roman aus: Er gibt dem Leser Nichts vor, lässt ihm Raum für die eigenen Gedanken und Schlüsse. Er schildert – nicht selten kühl und beinahe distanziert – ohne dabei den Fokus auf reißerische Horroreffekte zu legen. Und genau das löste bei mir den eigentlichen Horror aus. Die Geschichte ist verstörend, verwirrend, wirft Fragen auf, übt womöglich dezent Kritik (Kirche, Vermarktung durch eine TV-Show) ohne den erhobenen Zeigefinger und hallt so noch lange nach. Diese Art zu Schreiben hat meinen Geschmack voll getroffen, mir Gänsehaut beschert und mich mit einem positiven "Was zur Hölle war das bitte?"-Gefühl nach der Lektüre zurückgelassen.

Noch ein paar Worte zum Schreibstil und den Charakteren: Wie bereits kurz erwähnt hat Tremblay einen oft nüchternen aber dennoch fesselnden Schreibstil. Ich musste mich erst ein wenig einlesen, konnte dann das Buch aber nur schwer aus der Hand legen. Die Sprache gefiel mir gut – bildlich, einfach (kindlich wie die achtjährige Erzählerin) aber einprägsam und hin und wieder auch mit schönen Metaphern durchzogen:

"Marjories Zimmertür schien offen zu sein, denn ich hörte sie ein Lied summen. Es klang wie das traurigste aller traurigen Lieder, und die Noten schwebten die Treppe herab und in die Diele wie tote Blätter – rot, braun und purpurn."

Obwohl Marjorie im Mittelpunkt der Handlung steht, ist es Merry, die den meisten Raum einnimmt. Ihre Gefühle und Gedanken, Sorgen und Nöte graben sich tief ein beim Leser. Ein Kind, das nicht alles versteht, was um es herum passiert, das aber eines mit absoluter Sicherheit weiß: Sie liebt ihre ältere Schwester und wünscht sich nichts mehr als den verlorenen Familienfrieden und eine gesunde große Schwester zurück, die für sie Geschichten erfindet und mit ihr lacht.

"Ich tat ihm den Gefallen, obwohl mir viel mehr danach war, mich in einem knochenlosen Haufen zu Boden fallen zu lassen und mich in die Fasern des Teppichs einzuweben, um unter den Füßen der Menschen zu verschwinden und in Vergessenheit zu geraten."

Dem Autor ist es gelungen eine schmale Gratwanderung zu bestreiten. Er setzt gekonnt und glaubhaft Gruselelemente ein und erhöht so zusätzlich die Spannung um das eigentlich viel schockierendere Psychodrama einer Familie zu erzählen. Die Figuren agieren dabei durchweg authentisch. Besonders der Blick und die Reaktion einer Achtjährigen auf den langsamen aber unaufhaltsamen Zerfall des Familienglücks ist gleichermaßen bewegend wie verstörend.

"In meiner Erinnerung geschieht das alles, so abgedroschen es klingen mag, in Zeitlupe; mein Leben als ein Stück Videoband, das verlangsamt und nüchtern analysiert werden kann. Oder vielleicht ist mein Gedächtnis ein Computer mit einer Verarbeitungsgeschwindigkeit, die zu langsam ist für diese vielen Informationen, und die einzige Möglichkeit, nicht abzustürzen und das alles zu zergliedern, besteht darin, es künstlich zu verlangsamen."


Fazit:
"A Head Full of Ghosts" ist weit mehr als ein gut erzählter, gewöhnlicher Horrorroman, dem das bekannte Thema des Exorzismus zugrunde liegt. Der Autor kombiniert Elemente des Horrors, eines Psychodramas und eines klassischen Romans geschickt miteinander, hält die Spannung konstant aufrecht und lässt den Leser völlig verstört zurück.

Faszinierend, erschreckend und unglaublich spannend!

von Jacqueline 20. August 2018
"A Head Full of Ghosts" ist vor kurzem beim Festa Verlag in der Serie "Festa Must Read" erschienen. Das Cover gefiel mir auf Anhieb, ich war unglaublich neugierig was mich hier erwarten würde. Der Klappentext gefiel mir sofort und so stürzte ich mich quasi auf dieses Buch.

Die 14 jährige Marjorie verhält sich komisch, weder ihre Eltern noch ihre Lehrer wissen wie sie mit diesen Verhalten umgehen sollen. Selbst Marjories Therapeut ist mit seinem Wissen am Ende.
Ihre Familie gerät mehr und mehr an ihre Grenzen, hat Marjorie tatsächlich eine Geisteserkrankung? Oder steckt gar ein Dämon in ihr? Ist sie besessen?
Die Hilflosigkeit der Familie ist deutlich spürbar zudem plagen sie Geldsorgen, die Entscheidung zur Reality Show ist somit schnell gefallen.

Der Schreibstil des Autoren ist locker, leicht und sehr flüssig zu lesen. Er schreibt sehr einnehmend und bildhaft.

Der Erzählstil ist hier etwas besonderes denn erzählt wird das ganze aus der Sicht von Marjories jüngerer Schwester Merry.
Diese gibt Jahre später ein Interview, sie spricht von den tragischen und unheimlichen Ereignissen. Dabei darf man nicht vergessen das Merry noch ein kleines Kind war. Einige ihrer Erinnerungen sind verschwommen, teilweise sogar lückenhaft.
Dieser Aspekt macht das ganze so unfassbar spannend, denn manches mal fragte ich mich: meint sie das wirklich ernst? Ist das ganze so Geschehen? Oder spielt ihr die Fantasie einen Streich?

Bei Merrys Erzählungen merkte ich deutlich wie sich das Grauen ganz langsam aber sicher anbahnt. Es lauert quasi im Hintergrund und wartet nur darauf auszubrechen.
Die TV Show setzt dem ganzen noch die Krone auf denn hier wurde keinerlei Rücksicht auf die Familie genommen.

Marjories Verhalten wurde zusehends schlimmer, als es dann zu diesen Exorzismus kommt eskaliert das ganze komplett.
Dieses Buch baut eine unglaubliche Spannung auf zudem ist der Gruselfaktor deutlich spürbar. Das ganze empfand ich als sehr intensiv und auch realistisch geschildert. Doch schon bald stellte ich mir die Frage wer ist hier wirklich krank.

Die Charaktere im Buch wurden voller Farbe gezeichnet. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzten und besonders die Hilflosigkeit der Eltern nachvollziehen. Doch auch Merry konnte ich verstehen, sie als kleines Kind ist von den ganzen Ereignissen einfach nur überfordert.
Das Ende ließ mich sprachlos zurück denn es lässt ziemlich viel Spielraum für die eigene Fantasie und das ist wieder etwas ganz großes.

Dieses Buch bewegte mich und ging mir unter die Haut. Der Autor hat hier etwas ganz besonders geschaffen, es lässt sich zudem mit nichts vergleichen. Ich hoffe sehr das es noch weitere Bücher des Autoren auf Deutsch geben wird.
Klare und uneingeschränkte Empfehlung.

Fazit:

Mit "A Head Full of Ghosts" ist den Autoren ein einnehmendes, erschreckendes, tragisches und vor allem gruseliges Meisterwerk gelungen. Dieses Buch ist ganz großes Kino und ein wahres Highlight!
Dieses Buch bekommt von mir die volle Punktzahl.

Eine klare Kaufempfehlung

von Emma´s Bookhouse 11. August 2018
A Head Full of Ghosts – Ein Exorzismus – Paul Tremblay
Verlag: Festa
Kategorie: Festa Must Read
Gebundenes Buch: 19,99 €
Ebook: 5,99 €
ISBN: 978-3-86552-659-5
Erscheinungsdatum: 7. Juni 2018
Genre: Horror / Thriller
Seiten: 400
Inhalt:
A Head Full of Ghosts schildert auf mehreren Zeit- und Personenebenen die Erlebnisse der 14-jährigen Marjorie. Als sie Anzeichen einer Geisteskrankheit zeigt, gipfelt die Hilflosigkeit ihrer Familie und der Ärzte in einem Exorzismus, der als Show live im TV ausgeschlachtet wird.
Jahre später gibt Merry, die jüngere Schwester von Marjorie, ein Interview und spricht über die tragischen und unheimlichen Geschehnisse, die seither zur urbanen Legende wurden.
Mein Fazit:
Zum Cover:
Hier haben wir ein Cover, was Lust auf mehr macht. Etwas Mystery mit einem Hauch Horror, so empfinde ich es jedenfalls. Das Bild vom Cover zieht sich auch durch das Buch, bei jedem neuen Teil den man beginnt begegnet es uns. Auch die Farben sind hier sehr gut gewählt. Mir gefällt es sehr gut.
Zum Buch:
Merry hat ein enges Verhältnis zu ihrer Schwester Marjorie, doch diese verhält sich Zusehens komisch. In dem einen Moment ist sie eine liebevolle Schwester und im nächsten macht sie Merry sehr viel Angst. Sie benimmt sich als wäre sie psychisch labil.
Erzählt wird die Geschichte von Merry, die versucht das geschehene auf ihre Art zu erzählen. Wie sie die Dinge als 8 jährige sah und wie es auf sie wirkte, aber auch wie sie es jetzt als 24 Jährige empfindet. Dann haben wir noch den Blog von Karen, der vor Sarkasmus trieft, mir aber auch sehr gut gefällt. Zwischendurch fühlte ich mich wie bei der Exorcist und Linda Blair, aber ich denke das ist normal bei solch einer Geschichte. Sehr gut gefielen mir hier die Anspielungen auf Lovecraft. Diese kamen immer wieder mal vor in der Geschichte.
Die Geschichte ist liebevoll erzählt und die Spannung baut sich nach und nach auf, hier möchte man einfach wissen wie es denn jetzt weitergeht. Der Schreibstil ist total flüssig und hier ist man ganz schnell am Ende der Geschichte. Ich hätte gerne noch ein wenig weiter gelesen.
Was hier sehr gut rüber kommt, ist wie die Geschichte im TV ausgeschlachtet wird. Hier wird keine Rücksicht auf die Familie genommen und leider ist es ja im realen Leben auch so. wo immer man eine Story wittert muss man sie ausschlachten. Das ging mir sehr nahe, aber genauso nah ging mir Merry und Marjories Schicksal.
Die Protagonisten sind hier so realistisch dargestellt und herausgearbeitet, das es ein wirkliche Freude ist, dieses Buch zu lesen. Mir gefällt auch der Hauch von Sarkasmus der sich hier durch die Geschichte zieht.
Dieses Buch spielt mit unserer Psyche, wer hier jetzt den mega Horror erwartet den muss ich enttäuschen, denn hier geht es rein psychologisch zu. Etwas was dieses Buch für mich zu etwas besonderen macht. Für mich gibt es hier eine klare Lese – Empfehlung, ich kann und muss es einfach weiter empfehlen.
Für mich gibt es hier ganz klar 5 von 5 Sternen, weil mir die psychologische Seite der Geschichte wirklich sehr gut gefallen hat.
Ich danke dem Festa Verlag für dieses sehr schöne Buch und es ist für mich wirklich ein Must Read.
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