Ahlborn, Ania

Bruder

Horror & Thriller - Band 130

Publishers Weekly: »Diese unerbittlich grimmige Geschichte ist definitiv nichts für Zimperliche, doch es ist fast unmöglich, sie aus der Hand zu legen.«
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Beschreibung

Details

Das alte Farmhaus der Familie Morrow steht fernab von jeder Straße. Und das aus gutem Grund – denn wenn in der Umgebung eine Frau verschwindet, klopft niemand an ihre Tür und stellt neugierige Fragen. Und niemand schaut nach, was sie schon wieder im Hinterhof begraben haben.
Aber der 19-jährige Michael ist nicht wie der Rest seiner Familie. Er wünscht sich ein Leben weit fort von all dem Grauen.
Als Michael in der nahe gelegenen Stadt die hübsche Alice trifft, vergisst er für einen Moment fast das Ungeheuer, zu dem er selbst geworden ist. Doch sein Bruder Rebel erinnert Michael daran, wohin er gehört ...

Publishers Weekly: »Diese unerbittlich grimmige Geschichte ist definitiv nichts für Zimperliche, doch es ist fast unmöglich, sie aus der Hand zu legen.«

This is Horror: »Diese Geschichte der Hassliebe zwischen zwei Brüdern erschüttert bis ins Mark … und sie ist so gut, so perfekt geschrieben.«

Zusatzinformation

Autor: Ahlborn, Ania
Buchreihe: Horror & Thriller
Auflage: Deutsche Erstausgabe
Umfang: 336 Seiten
Ausführung: Paperback, Umschlag in Festa-Lederoptik
Format: 20 x 12,5 cm
ISBN: 978-3-86552-603-8
Originaltitel: Brother
Übersetzung von: Simona Turini
Erscheinungsdatum: 09.05.2018
Brutalität/Gewalt:
4
Anspruch:
3
Sex/Obszönität:
2
Bewertungen

Kundenmeinungen zu "Bruder"

Ein Thriller der sehr vielschichtig , emotionsgeladen und extrem spannend ist

von Susanne 22. Oktober 2018
Wow. Mehr kann man zu diesem Thriller einfach nicht sagen.
“Bruder” hat schon vom Cover her meine Aufmerksamkeit erregt und der Klappentext tat sein übriges.
An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. Dies beeinflusst meine Meinung jedoch in keinster Weise.

Meine Erwartungen waren sehr hoch und ich hatte doch eine gewisse Vorstellung davon, was mich erwarten könnte.
Meine Erwartungen wurden bei weitem übertroffen.
Denn dieser Thriller ist nicht nur blutig , tragisch und nervenaufreibend.
Er hat mich emotional völlig um den Verstand gebracht.
Denn dieser Thriller erzählt die Geschichte von Michael , wie sie herzzerreißender nicht sein könnte.
Einer Familie , der man lieber aus dem Weg geht.
Und doch weiß man , es sind nicht nur Monster.
Sie sind Gefangene ihrer eigenen Dämonen und Qualen.
Doch rechtfertigt das ihre Taten?
In keinster Weise , doch es zeigt , dass hinter jedem Drama auch eine Geschichte steht.

Ania Ahlborn hat mich mit ihrem Schreibstil sofort begeistert. Sie verbreitet Grauen und Entsetzen und doch fesselt sie so immens, dass man das Buch nicht einen Moment aus der Hand legen möchte.
Die Atmosphäre ist düster , unheilvoll, beklemmend und von einigen Geheimnissen durchzogen.
Eine Atmosphäre die nicht treffender sein könnte.
Man erfährt hierbei die Perspektiven von Michael und Reb, was ihnen mehr Raum und Tiefe verschafft.
Reb und Michael sind sehr ausdrucksstarke und undurchschaubare Charaktere , die komplett für sich einnehmen und unter die Haut gehen.
Beide waren für mich ein wahres Mysterium.
Bei Reb hat es mich einfach nur geschüttelt. Ich war entsetzt wozu er fähig war. Die Bösartigkeit, das Kalkül , dass so viel mehr aufzeigt, als einem bewusst ist.
Michael ist so ganz anders. Schutzbedürftig, unschuldig in einer besonderen Art. Doch im nächsten Moment hat man das Gefühl, ihn gar nicht mehr wiederzuerkennen.
Als ich ihre Geschichte las, war ich von Entsetzen und Grauen überwältigt.
Aber es gab da auch eine andere Stimme in mir, die Gefühlsregungen zeigte, die da eigentlich nichts zu suchen hatten.
Man erfährt hierbei immer abwechselnd aus der Vergangenheit und der Gegenwart.
Anfangs hat mir das etwas Probleme bereitet , weil es nicht klar erkennbar war.
Doch ich gewöhnte mich daran und versank völlig in der Geschichte um die unterschiedlichen Brüder.

Eine Geschichte die überraschend feinfühlig, eher ruhiger Natur und gleichzeitig doch sehr nervenaufreibend war.
Aufgrund des Klappentextes rechnete ich mit vielen blutigen Details. Stattdessen bekam ich ein psychopathisches Katz- und Mausspiel , bei dem nur einer gewinnen kann.

So grausam und perfide dieser Thriller auch ist. Es ändert nichts daran , daß er wirklich sehr gut ausgearbeitet ist und aufzeigt , was hinter der Fassade steckt.
Unschuld, Loyalität und enorm große Verletzlichkeit.
Eine Traurigkeit und große Einsamkeit die mich zutiefst erschüttert und überwältigt hat.
Die Autorin zeigt sehr deutlich auf, das nicht alles klar abtrennbar ist.
Es gibt Schwarz und Weiß.
Es gibt enorm viele Schattierungen , die es zu einem großen Ganzen machen.
Neid, Missgunst , Rache , Hass
Verzweiflung, Wut , Mißbrauch und Abhängigkeit.
Aspekte , die diesen Thriller formen und ihn immer wieder anders erscheinen lassen.
Obwohl die Grausamkeit keine Gnade kennt, hat es mich doch berührt, mir Gänsehaut verschafft und unglaubliches spüren lassen

Die Charaktere sind mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet. Sie sind greifbar, lebendig und sehr vielschichtig gestaltet.
Die Hintergründe haben mich nach Luft schnappen lassen. Ich hatte das Gefühl, es erdrückt mich vor lauter Emotionalität.
So viel Schmerz,Wut,Verzweiflung und Grauen , das es mich zutiefst erschüttert hat.
Die Handlung selbst ist sehr abwechslungsreich und versteht es mit einigen Wendungen zu punkten.
Der rote Faden ist stets erkennbar und schlussendlich wächst alles zu einem großen Ganzen zusammen.
Die Spannung ist ununterbrochen oben. Zunächst unterschwellig spürbar , doch gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse und ich war einfach nur komplett sprachlos und entsetzt , bei dem was ich hier geboten bekam.
Das Ende war überraschend , aber dennoch sehr nachvollziehbar gestaltet.

Schlussendlich ein Thriller der vor Grauen und Entsetzen die Luft abschnürt.
Der aber auch mit viel Menschlichkeit punktet.
Eine Geschichte die gut durchdacht und perfekt ausgearbeitet wurde.
Besonders der psychologische Aspekt hat mir sehr gut gefallen.

Fazit:
Mit “Bruder” ist Ania Ahlborn ein enorm gut ausgearbeiteter Thriller gelungen , der nicht nur Grauen und Entsetzen schürt.
Das perfide Katz und Mausspiel ist extrem nervenzehrend und kaum zu ertragen.
Aber dennoch berührt dieser Thriller auch unheimlich und verschafft Gänsehaut pur.
Ein Thriller der sehr vielschichtig , emotionsgeladen und extrem spannend ist.
Ich bin begeistert und vollkommen sprachlos.
Ein Thriller der mich mit seinem Facettenreichtum von vorne bis hinten überzeugt hat.

Tobe Hooper lässt grüßen!

von Niklas 2. August 2018
Eine Rezension für phantastiknews.de:

Mitten im US-amerikanischen Hinterland steht das alte Farmhaus der Familie Morrow. Hier, inmitten von Wald und Kornfeldern, geht die Familie einer dunklen Beschäftigung nach: Die Morrows ermorden Frauen. Das ist ein Familiengeschäft, könnte man sagen. Michael allerdings, einer der Morrow-Söhne, sieht das Betätigungsfeld seiner Verwandtschaft kritisch, am liebsten würde er aussteigen, würde damit aufhören, seiner Mutter beim Töten von Menschen zu assistieren. Doch so einfach ist das nicht: Michael steht unter dem Einfluss seines Bruders Rebel, den er gleichermaßen bewundert, hasst und fürchtet.

Wer beim Plot des Buches an einen gewissen Film von Tobe Hooper denkt, liegt gar nicht mal so falsch, tatsächlich erinnert einiges in Ahlborns Roman an „The Texas Chainsaw Massacre“. Aber „Bruder“ ist nur auf einer Ebene Splatter, zeigt nur auf einer Ebene, wie verrückte Hillbillys den prototypischen amerikanischen Mittelstand in Scheiben schneiden. Eigentlich erzählt die Autorin eine sehr viel tiefergehende Geschichte, in deren Mittelpunkt Michael steht. Letztlich erzählt „Bruder“ eine überaus deprimierende Geschichte über familiäre Gewalt, über Macht und Abhängigkeit, über die Ohnmacht, ein verhasstes Leben hinter sich zu lassen. Michael will aussteigen, er will weg von der mordenden Sippe, ein Mädchen kennenlernen, lieben und sich irgendwo ein neues Leben aufbauen. Doch der Rest der Morrows steht ihm im Weg: Da ist sein Vater, der traumatisierte Vietnamveteran, der als Inkarnation einer Krise amerikanischer Männlichkeit mehr schlecht als recht versucht, seine Familie zusammenzuhalten und dabei billigend in Kauf nimmt, dass seine Frau ihre Kinder schlägt und Menschen ermordet. Da ist seine Schwester, die besonders unter der Gewalt der Mutter leidet, und für die er vielleicht mehr als nur geschwisterliche Liebe empfindet. Da ist seine Mutter … nun, die ermordet Frauen. Und tut andere schlimme Dinge. Zu guter Letzt ist da sein Bruder Rebel, der scheinbar willige Handlanger seiner Mutter. So willig, dass er trinkt. Rebel tut das, was seine Mutter ihm befiehlt, selbst wenn es ihn tief in seinem Innern anwidert. Zuflucht sucht Rebel in der Whiskeyflasche. Und in der Gewalt. Zorn, Hass, Liebe, kurzum: Alle Gefühle, die er für seine Mutter empfindet, überträgt Rebel auf Michael – sicher kein guter Ausgangspunkt für ein glückliches Miteinander.

Ania Ahlborn, ein Neuzugang bei Festa, schreibt einen unglaublich starken Psychothriller. „Bruder“ ist dramatisch, deprimierend und stellenweise widerwärtig – dennoch legt man das Buch nicht aus der Hand, dafür ist es viel zu gut. Die Autorin liefert bis zur letzten Seite einen Roman der Extraklasse ab.

Hassliebe

von Jenny 1. August 2018
Eine Hassliebe zwischen 2 Brüdern wird zum spannenden Nervenkitzel.
Hassliebe hat dieses Buch auch bei mir ausgelöst... am Anfang haben mich die Charaktere genervt und es war mir zu langweilig aber es wird von Kapitel zu Kapitel besser und man wird für sein Durchhaltevermögen belohnt. Abschließend war es eine krasse Geschichte und ein spannendes Büchlein für zwischendurch :)
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