Thomas, Jeffrey

Der Untergang der Hölle

HORROR TB - Band 60

Eine höllische Tour de Force!


Jeff VanderMeer: »Jeffrey Thomas' Visionen der Hölle sind fesselnder und auf grausame Weise schöner als alles, was bisher zu diesem Thema zu Papier gebracht wurde.«

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Beschreibung

Details

Eine höllische Tour de Force!

Splitterfasernackt und in Stein eingemauert erwacht eine junge Frau nach Hunderten Jahren Gefangenschaft in einem Gewölbe der Hölle. Vee ahnt noch nicht, dass ihr im ewigen Kampf zwischen Gut und Böse eine entscheidende Rolle zufällt. In der gnadenlosen Auseinandersetzung zwischen Engeln, Verdammten und den monströsen Dämonen des Totenreichs steht ihr lediglich ein vorlautes, sprechendes Knochengewehr zur Seite.
Schnell stellt sie fest, dass dieses postapokalyptische Cyber-Inferno mit der Hölle, wie man sie kennt, wenig zu tun hat. Viele Bewohner driften apathisch durch ein Datennetz, andere ernähren sich von Ungläubigen, entfachen einen endlosen Kreislauf aus Tod und Wiederauferstehung oder zeigen der Bibel auf andere Weise den Mittelfinger.

Vee zieht aus, um der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Warum hat sich der Hades in ein seltsames Konstrukt mit 200 Ebenen verwandelt? Und welche Wahrheit wartet im oberen Stockwerk der Hölle auf sie?

Der Hieronymus Bosch des Horrors landet nach Tagebuch aus der Hölle seinen nächsten Volltreffer!

F. Paul Wilson: »Falls ein Ort wie die Hölle existiert, dann haben die Dämonen dort für Jeffrey Thomas ein Zimmer gemietet.«

TheDeepening.com: »Der Untergang der Hölle ist ein beeindruckendes Beispiel, was menschliche Fantasie leisten kann.«

Jeff VanderMeer: »Jeffrey Thomas' Visionen der Hölle sind fesselnder und auf grausame Weise schöner als alles, was bisher zu diesem Thema zu Papier gebracht wurde.«

Zusatzinformation

Autor: Thomas, Jeffrey
Buchreihe: Horror TB
Auflage: Deutsche Erstausgabe
Umfang: 384 Seiten
Ausführung: Paperback, Umschlag in Festa-Lederoptik
Format: 19 x 12 cm
ISBN: 978-3-86552-247-4
Originaltitel: The Fall of Hades
Übersetzung von: Patrick Baumann
Erscheinungsdatum: 17.08.2013
Brutalität/Gewalt:
3
Anspruch:
3
Sex/Obszönität:
2
Bewertungen

Kundenmeinungen zu "Der Untergang der Hölle"

Ließt sich wie die Abschlussarbeit eines Ingenieurs

von Fozzie Haarmann 20. Januar 2019
Vee ist ein Engel und wird nach Jahrtausenden aus ihrem Gefängnis in der Hölle befreit.
Nur schemenhaft erinnert sie sich an ihr früheres, sterbliches Leben und an die Kämpfe, die sie als Engel gegen Dämone und Verdammte ausgetragen hat.
Nachdem sie Bekanntschaft mit Jay macht, einem Dämon der in einem Knochengewehr gefangen ist, erfährt sie von der einstigen Revolotion in der Hölle; ausgelöst durch einen Menschen. Und von Gottes Selbstmord, der seine tiefen Spuren hinterlassen hat. Seitdem ist die Hölle nicht mehr so, wie sie mal war!
Doch Vee und Jay machen sich auf den Weg und erforschen den einstigen Ort der Qualen und was aus ihm geworden ist.. . .

Das fand ich gut:

Jeffrey Thomas geht mit schwarzen Humor und einer Portion Sarkasmus an das Thema "Religion". Seine Spitzen treffen punktgenau und haben mich zum Schmunzeln gebracht.

Das fand ich schlecht:

Das Buch ließt sich wie die Abschlussarbeit eines Ingenieurs! Die Orts- und Gebäudebeschreibungen sind zu detailverliebt. das ermüdet schnell beim Lesen. Zudem ist in diesem Buch so gut wie keine Spannung. Es ist einfach langweilig.

Leider kann ich dieses Buch nicht weiterempfehlen! Es hat mir persönlich gar nicht gefallen und ich habe mir etwas ganz anderes darunter vorgestellt. Schade.

Reise in eine apokalyptische, dystopische Welt

von Wolfgang Brunner 3. Januar 2015
Vee erwacht nach einem über hundert Jahre währenden Schlaf und findet sich nackt in einen Steinblock eingemauert. Es dauert nicht lange und sie stellt mit Hilfe eines sprechenden Knochengewehrs fest, dass sie sich in der Hölle befindet und in einen Krieg zwischen Engeln und Dämonen verwickelt ist. Auch ihr Vater scheint bei dieser höllischen Auseinandersetzung die Hände mit im Spiel zu haben. Vee macht sich auf den Weg durch eine apokalyptische Welt, um das Geheimnis ihrer Identität zu ergründen.

*

Wie schon in “Tagebuch aus der Hölle” findet die Handlung des vorliegenden Romans ebenfalls in einer apokalyptischen Hölle statt, die Jeffrey Thomas sehr bildreich darstellt. Da fühlt man sich schon manchmal an die visionären Welten eines Clive Barker erinnert, wobei der Schreibstil von Thomas leider die Qualitäten Barkers nicht erreicht. Vor allem der Anfang von “Der Untergang der Hölle” macht richtig Spaß, weil man mit der Protagonistin miträtselt, wo und warum sie sich in einer derart prekären Lage befindet. Auch die Idee der sprechenden, manchmal etwas vorlauten Schusswaffe aus Knochen hat mir gefallen, wenngleich gegen Ende der Geschichte so manch “dummer Spruch” aus dem Gewehrmund kommt, den Thomas wohl besser hätte weggelassen. Aber da sind die Geschmäcker ja verschieden und ich kann mir durchaus vorstellen, dass gerade diese lustigen Einschübe manch einem Leser ein Grinsen auf die Mundwinkel zaubern. Mir persönlich wäre eine dramatischere und weniger kabarettistische Vorgehensweise lieber gewesen.

Die Welt, die Jeffrey Thomas in seinem neuen Roman beschreibt, ist, wie gesagt, sehr bildreich geschildert und lässt einen live dabei sein. “Tagebuch aus der Hölle” war aber aus meiner Sicht realistischer (und dadurch auch besser) und vor allem, viel blasphemischer. Da haben mir die vielen “kirchenfeindlichen” Anspielungen weitaus besser gefallen, als im vorliegenden Buch.

Leider entgleitet Thomas zum Ende des Romans die sprachliche Gewandheit und oft kam es mir vor, als lese ich ein “John Sinclair”-Romanheft. Da waren mir ein paar Passagen leider zu platt und einfach gestrickt. Insgesamt macht aber auch der zweite Ausflug in Jeffrey Thomas’ “Hölle” wieder ungemein Spaß. Vor allem die Zusatzgeschichte “Die verlorene Familie” (ein Bonus wie auf einer DVD oder BluRay) hat mir so richtig gut gefallen. Toll, dass der Festa-Verlag dieses “Schmankerl” in der deutschen Ausgabe mit veröffentlich hat.

Das Cover ist, wie beim Festa-Verlag gewohnt, enorm ansprechend und optimal gestaltet. Der Festa-Verlag ist einer der wenigen Verlage, bei denen ich die Bücher alleine schon wegen der Cover mag. Die sind einfach absolute Eye-Catcher. ;-)

*

Fazit: Jeffrey Thomas’ zweiter Ausflug in die Hölle kann leider nicht so überzeugen, wie der Vorgänger “Tagebuch aus der Hölle”, vermag aber dennoch den Leser geschickt in eine apokalyptische, dystopische Welt entführen, die sehr bildlich dargestellt wird.

© 2014 Wolfgang Brunner für Buchwelten

Gespickt mit originellen Einfällen und satirischen Elementen

von Florian 5. Oktober 2013
„Der Untergang der Hölle“ ist die indirekte Fortsetzung von Jeffrey Thomas' Meisterwerk „Tagebuch aus der Hölle“, das zu den Höhepunkten der Reihe HORROR TASCHENBUCH des Festa Verlags gehört. Dieses Mal erzählt Thomas die Geschichte aus der Sicht einer jungen Frau, die ihr Gedächtnis verloren hat und sich kurzerhand Vee nennt. Obwohl der Anfang des Romans etwas langatmig geschrieben ist, wartet der Autor bereits dort mit sehr originellen und schaurigen Ideen auf. In seinen Werken zeichnet Jeffrey Thomas ein Bild der Hölle wie es düsterer nicht sein kann. Das Buch liest sich teilweise wie ein Horror-Roman, teils aber auch wie eine bitterböse Satire, in der der Autor sich äußerst kritisch mit den Themen Glaube, Religion und Fanatismus auseinandersetzt. Dabei geht er von der Annahme aus, dass das Christentum die einzig wahre Religion sei und deshalb jeder, der nicht nach ihren strengen Richtlinien gelebt hat, in der Hölle strandet. Doch Mensch bleibt Mensch, so dass die Christen sich auch in der Hölle größtenteils nicht sonderlich vorbildlich benehmen. Ein besonders eindringliches Beispiel dafür ist die Verwendung von südamerikanischen Indios als Fleischlieferanten für die christlichen Rebellen. Da kein Mensch in der Hölle sterben kann und sich die Körper dauerhaft regenerieren, geht ihnen der Nachschub niemals aus. Dieser Kannibalismus ist umso perverser und verstörender, da die Verdammten lediglich aus Gewohnheit essen und nicht, um sich am Leben zu erhalten. Das sprechende, knöcherne Gewehr namens Jay gehört dagegen zu den eindeutig satirischen Elementen der Geschichte, wobei dem Autor die Wanderung auf dem schmalen Grat zwischen Ernsthaftigkeit und trockenem Witz bestens gelungen ist. „Der Untergang der Hölle“ ist aber weit mehr als ein bloßer Dark-Fantasy-Roman über eine Rebellion in der Unterwelt. Es handelt sich um eine geradezu blasphemische Allegorie auf den christlichen Schöpfungsmythos, der hier seine Erneuerung erlebt. Nicht umsonst ist Vee lediglich ein Anagramm von Eve, der englischen Entsprechung des Namens Eva, der ersten Frau von Adam, der übrigens auch im Roman vorkommt. Anfangs ein Verdammter unter vielen, übernimmt Adam, der sich in einem Anfall von Galgenhumor fortan nur noch Armdran nennt, an der Seite von Vee eine Schlüsselrolle im Kampf um die Freiheit in der Hölle. Vee und Adam müssen nämlich im höllischen Konstrukt aus den untersten Ebenen der Unterwelt den Aufstieg wagen, dorthin, wo angeblich der Schöpfer zu finden ist, beziehungsweise das, was von ihm übriggeblieben ist. Der vorliegende Roman ist gewiss kein Werk für konservative Katholiken, sondern für Leser anspruchsvoller fantastischer Literatur, die sich durchaus kritisch mit elementaren Themen der menschlichen Gesellschaft auseinandersetzen wollen. Im Gegensatz zum Vorgänger fehlen hier leider die kunstvollen Innenillustrationen von Erik Wilson. Dafür erfährt der Leser was aus den Protagonisten von „Tagebuch aus der Hölle“ geworden ist. Allerdings kann man den vorliegenden Band auch separat genießen, ohne dass man den oben genannten Roman kennen muss. Es lohnt sich!
Als exklusiver Bonus beinhaltet das Buch eine Kurzgeschichte, in der der Autor eine weitere Episode aus Vee's Odyssee schildert.
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