McBean, Brett

Die Verdammten

HORROR TB - Band 70

Beth Milburn will mit ihrer Tochter nach einem Shopping-Trip die Tiefgarage des Einkaufszentrums verlassen, als es passiert: Bäume brechen durch den Beton und verwandeln das Parkdeck in einen dichten Urwald. Der Weg nach draußen ist abgeschnitten. Als niemand zur Hilfe kommt, ahnen die Eingeschlossenen, dass ganze Landstriche von der rätselhaften Naturkatastrophe betroffen sind – möglicherweise sogar die ganze Welt.
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Beschreibung

Details

Kämpfe oder sterbe!

Beth Milburn will mit ihrer Tochter nach einem Shopping-Trip die Tiefgarage des Einkaufszentrums verlassen, als es passiert: Bäume brechen durch den Beton und verwandeln das Parkdeck in einen dichten Urwald. Der Weg nach draußen ist abgeschnitten.
Als niemand zur Hilfe kommt, ahnen die Eingeschlossenen, dass ganze Landstriche von der rätselhaften Naturkatastrophe betroffen sind – möglicherweise sogar die ganze Welt.

So ist es tatsächlich: Das Recht des Stärkeren regiert. Wer sich nicht anpasst, stirbt. Mordende Banden streifen durch die Wildnis. Menschen werden zu Raubtieren, und ein gnadenloser Kampf ums Überleben in der neuen Weltordnung beginnt.

Ein packendes Endzeit-Szenario, das dir keine Zeit zum Durchatmen lässt!

 

Brian Keene: »McBeans Stimme muss man gehört haben – ein Hauch von Laymon und Koontz, doch absolut seine eigene.«

Tamara Thorne: »Brett McBean zwingt dich, immer weiterzulesen, auch wenn es dich schüttelt.«

Zusatzinformation

Autor: McBean, Brett
Buchreihe: Horror TB
Auflage: Deutsche Erstausgabe
Umfang: 592 Seiten
Ausführung: Paperback, Umschlag in Festa-Lederoptik
Format: 19 x 12 cm
ISBN: 978-3-86552-292-4
Originaltitel: Concrete Jungle + Neighbourhood Jungle + Suburban Jungle (Dreiteiler)
Übersetzung von: Doris Hummel
Erscheinungsdatum: 16.04.2014
Brutalität/Gewalt:
4
Anspruch:
3
Sex/Obszönität:
1
Bewertungen

Kundenmeinungen zu "Die Verdammten"

Erschreckendes und faszinierendes Endzeit Szenario!

von Jacqueline 21. September 2018
Seit ich "Angst war hier" gelesen habe bin ich ein großer Fan von Brett McBean. Natürlich schaute ich mir auch seine anderen Bücher an und wurde sehr schnell fündig. "Die Verdammten" sprach mich sofort an, das Cover ist atemberaubend und auch der Klappentext überzeugte mich auf Anhieb.

Das einzige was mich etwas verwirrt hat waren die doch sehr durchwachsenden Rezensionen auf Amazon. Doch ehrlich gesagte reizte mich das Buch noch mehr. Kaum hielt ich es in den Händen gab es kein halten mehr für mich.
Ich habe dieses Buch inhaliert, ich habe es verschlungen und bin restlos begeistert. Was der Autor hier erschaffen hat ist wirklich erschreckend. Das ganze Szenario wirkte auf mich realistisch, ich konnte mir das ganze bildhaft vorstellen.

Denn stellen wir uns mal vor das ganze passiert wirklich, die Natur erobert die Welt zurück, wer weiß oder ahnt wozu die Menschen in der Lage sind? Eines ist sicher, jeder denkt nur an sich selbst und will sein Überleben sichern, auf jede erdenkliche weise.

Dieses Buch beinhaltet alle drei Teile von McBeans Dschungeltrilogie und das fand ich einfach klasse, so blieb mir langes warten erspart und ich kam in den Genuss der kompletten Trilogie. Wer nun aber denk das es sich im Buch immer um die gleichen Charaktere dreht, der irrt sich. Jede Geschichte zeigt das Schicksal anderer Charaktere in diesem Endzeit Szenario.

McBean punktet hier wieder einmal mit seinem Schreibstil denn dieser ist locker und sehr flüssig. Er beschönigt nichts, sein Stil mag vielleicht einfach wirken doch genau das macht das ganze so authentisch. Zudem nahm mich sein Stil regelrecht gefangen, er schreibt bildhaft und detailliert.

Die hier erschaffenen Charaktere wirkten auf mich authentisch und realistisch gezeichnet. Ich konnte mich meistens gut in sie hineinversetzten.

Wo McBean drauf steht da ist er auch drin und das merkte ich ziemlich deutlich. Es wurde hier wieder sehr blutig, brutal und sehr erschreckend. Dieses Buch ist mit Sicherheit nichts für schwache Nerven, denn selbst ich musste einige Male schlucken. Aber es passte einfach perfekt.

Natürlich ist es bei einer Trilogie so das es nicht durchweg spannend bleiben kann. Es gab hier auch einige etwas ruhigere Szenen doch ich empfand diese als faszinierend. Doch lange hielt das nie an, der Autor hat noch einige geschickte Wendungen eingebaut die so nie erwartet hätte. Dadurch wurde das ganze noch spannender.

Zudem hatte ich als Leser absolut keine Ahnung welchen Verlauf das ganze nehmen würde.
Ich wusste absolut nicht wie das ganze ausgeht.
Das eigentliche Ende glich einem finalen Showdown und überraschte mich ungemein. Rückblickend betrachtet macht dieses Ende die Trilogie zu etwas ganz besonderen.

Ich für meinen Teil wurde hier bestens unterhalten und werde diese Schmuckstück in Ehren halten. Ihr merkt sicherlich selbst wie begeistert ich bin deshalb kann ich gar nicht anders als euch dieses zu empfehlen.

Fazit:

Mit "Die Verdammten" gelingt Brett McBean ein erschreckend realistischer, packender und fesselnder Endzeit Thriller der es in sich hat. Er punktet mit einem erschreckenden und atemberaubenden Szenario das mich nicht mehr los gelassen hat. Bitte mehr davon. Dieses Buch bekommt von mir die volle Punktzahl.

Mother Nature is a bitch...

von Thomas 5. September 2017
Manche Verlage splitten einzelne Bücher in mehrere Teile. Nicht so der Festa Verlag, oder zumindest nicht mit diesem Buch. Hier ist die Devise: Aus Drei mach Eins! Die Originalromane „Concrete Jungle“, „Neighbourhood Jungle“ und „Suburban Jungle“, welche 2010, 2011 und 2013 erschienen, hat man hier einfach unter dem Titel „Die Verdammten“ zusammengefasst und 2014 auf den Markt geworfen.
Autor Brett McBean verzichtet auf übernatürlichen Schnörkel a´la Zombies oder Dämonen und verlässt sich vollkommen auf die Auswirkungen, welche Mutter Natur dem Menschen aufdrücken kann, wenn sie sich zu Wehr setzt.
Keine langsame Veränderung der Umstände zwingt die Menschheit sich auf eine neue Art des Lebens einzustellen, sondern alles geschieht in einem kurzen Augenblick – ok, das ist schon ein wenig übernatürlich, doch nehme ich es einfach einmal als Mittel zum Zweck hin, um sofort in medias res gehen zu können.
Das der Mensch an sich ein Raubtier ist, ist nicht wirklich eine umwerfende Neuerung im Gedankengut und so ist es auch nicht verwunderlich, wie sich McBeans Protagonisten verhalten. Jeder versucht das auszuleben, was eh schon in ihm schlummert und in ein paar der Handlungsweisen konnte ich sogar Dinge entdecken, welche mir selbst unter solch apokalyptischen Umständen nicht fremd wären.
Verzweifeltes Festhalten an alten Strukturen die eh nicht mehr Bestand haben können, das Abrutschen in Anarchie und Chaos, sowie der Versuch eine neue Weltordnung unter despotischen Verhältnissen aufzubauen – all das sind für „Bestie Mensch“ vollkommen normale Verhaltenswiesen und Regungen, welche ich während und nach einer Apokalypse erwarten würde.
Die Schreibe von McBean kann man mit Fug und Recht als intensiv und plakativ bezeichnen, denn seine Schilderungen gehen an die Lesenieren und lassen die Darsteller seiner Dystopie genauso schnell und farbig lebendig werden, wie seine Beschreibungen der Umwelt und wie es ist in ihr zu leben. Schauplätze werden sehr ausführlich für das Kopfkino beschrieben und auch wenn diese Orte noch niemals besucht hat, könnte man sich dort zurechtfinden.
Da dies ein Buch des Festa Verlages ist, sollte dem geneigten Leser auch von Anfang an klar sein, das es sich nicht um eine Kuschel-Dystopie handelt, sondern das die Dinge wieder roh und ungeschönt beschrieben werden, wie es in einem Festa Buch Gang und Gebe ist. Die Welt ist hin, die Zivilisation auch und auf ein Happy End braucht man erst gar nicht zu hoffen, denn das wäre ja mal wieder langweilig und nur was für Einhornstreichler.
Braucht man solche Bücher, die einem während des Lesens kein kuscheliges Gefühl in der Magengegend verursachen? Ich denke das dies definitiv der Fall ist! In Zeiten von Teeniedystopien und netten Monstern, welche sich in ihre Opfer eher verlieben statt sie kurz und klein zu slashen, ist es immer wieder erfrischend sich von einem Festa Buch Geschichten präsentieren zu lassen, welche nicht immer vollkommen an der Realität zerren, aber dennoch durch die realitätsnahen Dinge in ihnen extrem punkten können.
Gerade „Die Verdammten“ steht bei mir eher in der realistischen Ecke denn, wie bereits erwähnt, so weit hergeholt sind die Verhaltensweisen der agierenden Personen nicht, als dass man sie komplett von der Hand weisen könnte.
Für mich wieder eine „Dystopie mal anders!“, welche mich auch ohne langsame Menschenfresser und dämonische Geißelungen begeistern konnte.

Interessante Grundidee, aber McBean kann es eigentlich viel besser.

von Wolfgang Bruner 13. Januar 2015
Während eines Einkaufstrips geschieht das Unglaubliche: Beth ist gerade mit ihrer Tochter auf dem Weg zum Auto, das sie in einem der Parkdecks des Einkaufszentrums geparkt hat, als Bäume aus dem Boden schiessen und die Umgebung in einen undurchdringlichen Urwald verwandeln. Noch ahnt niemand, dass diese rätselhafte Naturkatastrophe über den ganzen Erdball hereingebrochen ist.

*

“Die Verdammten” vereint McBeans Dschungeltrilogie (“Der Dschungel aus Beton”, “Der Dschungel von nebenan” und “Der Dschungel der Großstadt”) in einem Band. Die drei Geschichten haben, bis auf das Ende, nichts miteinander zu tun. Sie spielen lediglich im gleichen Szenario und der Leser muss sich bei jeder Geschichte auf neue Charaktere einlassen. Was als ziemlich atmosphärisches Endzeitdrama beginnt, wird in der Mitte sehr seicht und beginnt erst zum Ende hin wieder, einigermaßen stimmungsvoll zu werden. Aber eines nach dem anderen.

Zuerst einmal: Brett McBean kann es eindeutig besser, das hat er unter anderem mit seinen Romanen “Die Mutter”, “Das Motel” und “Buk und Jimmy ziehen nach Westen” bewiesen. Mit “Die Verdammten” hat er zwar eine im Grunde genommen interessante Idee vorgelegt, die sich aber leider im Handlungsverlauf immer mehr in unlogische und teilweise nicht nachvollziehbare Ereignisse verstrickt. Hätte McBean die Hauptpersonen des ersten Teils in den weiteren beiden Teilen mitagieren lassen, wäre mit Sicherheit ein weitaus besseres Ergebnis herausgekommen. So muss man sich in jedem Teil leider auf eine neue Geschichte und neue Personen einlassen.

Der Schreibstil ist ungewohnt einfach gestrickt, da bin ich von McBean eindeutig Besseres gewöhnt. Aber nichtsdestotrotz fliegt man durch die drei Geschichten und kann sich schwer davon losreißen, denn das beschriebene Szenario hat durchaus seinen Reiz. Doch gerade die erste Geschichte ist es, die mich am meisten in den Bann gezogen hat, denn die Ausgangssituation war fast schon filmreif. Und auch die Chararakterzeichnung war hier noch am besten.
Die zweite Story flacht sehr ab und war für mich die absolut uninteressanteste. Bei der letzten Geschichte trat McBean dann wieder mehr aufs Gas und schilderte wieder Geschehnisse, die ich mir ohne weiteres als Film vorstellen könnte.

Ich persönlich hatte keine Probleme mit den vielen Ungereimtheiten, die im Verlauf der Geschichte auftraten, denn die Grundaussage der Trilogie, dass sich die Natur an der Menschheit rächt, hat mir sehr gut gefallen. Insgesamt ähnelt in allen drei Büchern der Schreibstil dem von Richard Laymon, obwohl natürlich McBeans eigener Stil deutlich herauszulesen ist. Durch die verschiedenen Hauptpersonen in den drei Geschichten wirkt “Die Verdammten” leider nicht ganz ausgegoren, schon aus diesem Grund hätte ich mir gewünscht, dass die Personen der ersten Geschichte auch die Abenteuer der beiden nachfolgenden bestritten hätten.

*

Fazit: McBean hätte aus der interessanten Grundidee mehr machen können. Nichtsdestotrotz liefert er einen sich wohltuend von anderen Endzeitszenarien abhebenden, teils brutalen Thriller ab, der, obwohl relativ einfach geschrieben, sehr bildreich eine Welt darstellt, in der die Natur die Herrschaft über die Erde übernimmt. Für McBean-Fans ein Muss, für Einsteiger in die literarische Welt des Autors eignen sich seine anderen Werke auf jeden Fall besser.

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