Smith, Bryan

eBook - Die Freakshow

Horror & Thriller - Band 120

Die Hauptattraktionen sind die Folterungen – und die Stars der Show sind die ahnungslosen Besucher selbst

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Beschreibung

Details

Als die Zirkuswagen mit den Freaks durch Pleasant Hills rollen, verändert das die ruhige kleine Stadt für immer.
Denn wenn der Vorhang sich hebt, zeigt man nicht die üblichen Tricks. Die Hauptattraktionen sind die Folterungen – und die Stars der Show sind die ahnungslosen Besucher selbst.

Fans von Extreme Horror a la Edward Lee werden ihren Spaß an den kranken Spielchen der Freaks haben.

Zusatzinformation

Autor: Smith, Bryan
Buchreihe: Horror & Thriller
Auflage: Deutsche Erstausgabe
Umfang: 336 Seiten
ISBN: 978-3-86552-589-5
Originaltitel: Freakshow
Übersetzung von: Rene Ulmer
Brutalität/Gewalt:
4
Anspruch:
2
Sex/Obszönität:
3
Bewertungen

Kundenmeinungen zu "Die Freakshow"

Unterhaltsam und spannend, aber Bryan Smith kann es noch besser ...

von Vertigo 2. Februar 2019
Horrorclowns waren gestern - heute wird eine ganze Freakshow auf die Menschheit losgelassen. Bryan Smiths Roman bietet spannende Unterhaltung, weist aber auch kleine Schwächen auf.

Spätestens seit der vierten Staffel von American Horror Story dürfte das Konzept der Freakshow hinreichend bekannt sein – was Bryan Smith daraus gebastelt hat, ist allerdings hübsch abgedreht, und zwar auf eine für den Autor typische Art und Weise. Seiner Vorliebe für Abstrusitäten und Mutanten ließ er bereits in Romanen wie „Verkommen“ freien Lauf. Dabei verhalten sich diese vermeintlichen Monster nur selten brutaler als einige der betont bösartigen Menschen, die unter ihnen zu leiden haben – oft genug kann man deren Schmerz als gerechte Strafe für zuvor begangenes Unrecht interpretieren.

In „Die Freakshow“ verwischen die Grenzen zwischen opportunistischer Mittäterschaft und genuiner Lust an Grausamkeiten schon früh. Wieder spielt Smith mit der moralischen Integrität seiner Leser und bereitet einen Nährboden für ein gewisses Maß an Schadenfreude vor, beispielsweise wenn Craig ein Auge auf eine bestimmte Person wirft … Zumindest ich hätte ihm am Ende durchaus ein noch qualvolleres Ende zugestanden, gerade im Vergleich zu dem, was seine Freundin Heather durchmacht.

Der Einstieg in den Roman fiel mir erstaunlich schwer. Möglicherweise liegt das am eher unscheinbaren Protagonisten Mike, aus dessen Perspektive (nach einem arg reißerisch aufgemachten Prolog) zunächst erzählt wird; vielleicht hätte man die unterschiedlichen Zeitebenen seiner Erinnerungen auch raffinierter verknüpfen können. Doch das unvermittelte Auftauchen weiterer Figuren, ein atypischer und daher für Smith umso charakteristischerer Handlungsverlauf nach einem Beziehungsstreit im zweiten Kapitel sowie der Auftritt eines todbringenden Clowns konnten zügig Abhilfe schaffen.

Wenn man sich Bryan Smith als Koch vorstellt, hat dieser ein Grundrezept, das sich nach Belieben variieren lässt und dadurch niemals langweilig wird: Man nehme ein paar Figuren (ein Arschloch, mindestens eine weibliche Kämpfernatur, einen Paladin und ein paar chaotische Menschen irgendwo zwischen oder jenseits von Gut und Böse), mische sie mit ein paar Mutanten oder Monstrositäten und werfe die heterogene Masse in einen Schnellkochtopf. Nachdem der Temperaturregler der entsprechenden Herdplatte auf die höchste Stufe gedreht wurde, kann man unter kräftigem Rühren beobachten, was passiert beziehungsweise wem zuerst der Kopf (oder in einer Vorstufe: der Kragen) platzt. Garniert wird das blutige Festmahl stets mit Smiths wundervoll schwarzem Humor.

Auch in der Freakshow fungiert eine Extremsituation als Motor für die Entwicklung der Figuren. Ihre Verwebungen untereinander, allen voran das Wiedersehen von Heather und Craig, sorgen für Spannung und entfalten ihr ebenso dramatisches wie brutales Potenzial.
Der ursprüngliche Lebensraum der Freaks wird zwar lediglich skizziert, aber wie so oft gelingt es Amerikas Slasher-König, mit relativ wenigen Worten starke Bilder und stimmige Szenerien zu erzeugen.

In vielen Fällen wirkt es besonders gelungen, wenn die Auflösung, was es mit einer unbekannten Welt oder den Motiven der handlungstragenden Bösewichte auf sich hat, erst am Ende erfolgt. Für „Die Freakshow“ funktioniert das Konzept allerdings nur teilweise – denn der Spannungsbogen wird davon kaum beeinflusst, während etwas mehr Informationen zu Beginn des Romans das Einfinden in die Welt erleichtert und ein größeres Identifikationspotenzial mit manchen Figuren geschaffen hätten.
Dass beispielsweise Jinx die längste Zeit mit verdeckten Karten spielt, passt zu ihrem Charakter und ist wichtig für die Dramaturgie. Als Mensch, der beide Welten über einen längeren Zeitraum er- und überlebt hat, ist sie eine bemerkenswerte Persönlichkeit, über die ich gerne mehr erfahren hätte. Ihr ein paar weitere Seiten zu widmen und dafür an der Präsenz von eher langweiligen Funktionsträgern wie dem Colonel zu sparen, hätte die Lektüre für mich noch interessanter gestaltet.

Spannender Horrortrip bis zur letzten Seite

von Fozzie Haarmann 11. Januar 2019
It's SHOWTIME!. . .
Jedes Jahr kommt die "Freakshow" in eine x- beliebige amerikanische Kleinstadt, um ihre ahnungslosen Bewohner aus purer Lust am Sadismus zu verslaven, zu foltern und auf bestialische Art und Weise hinzurichten. Doch hinter dem Blutrausch steckt System und bringt nach und nach ein niederschmetterndes Geheimnis zum Vorschein.

Das fand ich gut:

Die Geschichte ist von der ersten, bis zur letzten Seite sehr spannend und Bryan Smith schaffte es hier, das man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann.

Die Idee hinter der Geschichte ist zwar nicht die Neuste, aber dennoch genial umgesetzt und in einem neuen Gewand gekleidet.

Das fand ich schlecht:

Etwas weniger Sex hätte der Geschichte nicht geschadet. Im Gegenteil, teilweise war es sehr nervig und für meinen Geschmack absolut überflüssig.
Die Geschichte hätte auch mit weniger sehr gut funktioniert.

Ganz OK.

von Julian 31. März 2018
Meiner Meinung nach ein schönes kurzes Buch für Zwischendurch aber mehr auch nicht.
Bei dem Klappentext habe ich mir eigentlich leider etwas ganz anderes vorgestellt. Der Fokus liegt hier nämlich gar nicht auf der Show sondern auf etwas komplett anderes (ich verrate nicht zu viel, sonst spoiler ich).
Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten so dass man das Buch sehr flüssig lesen kann.
Die Stimmung die erzeugt wird ist wirklich super (es gab ein bis zwei Stellen wo es mich wirklich gegruselt hat) und wird bis zum Ende durchgezogen.
Die Protagonisten sehr sehr schön ausgearbeitet und man und konnte von Anfang an mitfühlen. Da gibt es einen großen Pluspunkt bei mir!

Für mich liegt das Buch zwischen drei und vier Sternen. Ich habe mich aber für drei Sterne entschieden, da die Story nicht wirklich mein Geschmack getroffen hat und ich eigentlich etwas anderes erwartet habe. Für mich war es etwas zu übernatürlichen, aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache!
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