Johnson, Craig

Longmire: Bittere Wahrheiten

Als die Leiche von Cody Pritchard gefunden wird, weiß Walt Longmire, dass echte Schwierigkeiten auf ihn zukommen.
Zwei Jahre zuvor hatten Cody und drei seiner Schulfreunde ein Cheyenne-Mädchen vergewaltigt ...

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Beschreibung

Details

Als die Leiche von Cody Pritchard gefunden wird, weiß Walt Longmire, seit 25 Jahren Sheriff in Absaroka County, Wyoming, dass echte Schwierigkeiten auf ihn zukommen.
Zwei Jahre zuvor hatten Cody und drei seiner Schulfreunde ein Cheyenne-Mädchen vergewaltigt. Cody wurde in der Nähe des Indianer-Reservates erschossen. Hat dort jemand mit einem Rachefeldzug begonnen? Es scheint so.
Und nun ist es Longmire selbst, der zwischen den übrigen Jungen und einem Sharps-Gewehr steht …

 

Longmire ist der unerschütterliche Sheriff aus den Thrillern des Bestseller-Autors Craig Johnson. Vorlage der mitreißenden Netflix-Serie.

Craig Johnson schildert sehr überzeugend die atemberaubende Weite des modernen amerikanischen Westen und seine schrulligen Figuren sind unvergesslich.

Zusatzinformation

Autor: Johnson, Craig
Buchreihe: Longmire
Auflage: Deutsche Erstausgabe
Buchseiten: 512 Seiten
Ausführung: Paperback, Umschlag in Festa-Lederoptik
Format: 20 x 12,5 cm
ISBN: 978-3-86552-550-5
Originaltitel: The Cold Dish
Übersetzung von: Patrick Baumann
Erscheinungsdatum: 22.06.2017
Brutalität/Gewalt:
3
Anspruch:
3
Bewertungen

Kundenmeinungen zu "Longmire: Bittere Wahrheiten"

Liebe Leute Groß und Klein zieht Euch dieses Buch bald rein!

von Michael 19. September 2017
Das Buch nach der gleichnamigen Us-Serie ist so fessselnd und spannend bis zum Schluss,so dass man einfach nicht damit aufhören kann. Also echt ein Hammer. Ich habe es etwa zur Hälfte des Buches 2 Kollegen erzählt und die haben es sich auch gleich bestellt und empfanden beim lesen in etwa das Gleiche wie ich. Es geht im Endeffekt um den Tod eines jungen Mannes,der 2 Jahre zuvor mit 3 Schulkollegen ein Cheyenne Mädchen vergewaltigt hat. Und "Longmire" versucht eben dies alles aufzuklären. Also echt ein toller Roman von Beginn an und zu empfehlen für Jeden. Also holt Euch dieses Buch und Ihr werdet nicht enttäuscht, im Gegenteil. Danke.

Prädikat: Absolut lesenwert!

von Christin 29. August 2017
"Bob Barnes sagt, sie haben draußen im BLM-Gebiet eine Leiche gefunden. Er ist auf Leitung eins.“ [Buchbeginn]

Walt Longmire ist seit mehreren Jahren Sheriff einer Gemeinde in Wyoming. Bis auf regelmäßige traditionelle Events mitsamt deren Betrunkenen und Randalierer, gibt es in der „Rentnerhauptstadt“ kaum aufsehenerregende Ereignisse. Zwar gibt es immer wieder kleine Meinungsverschiedenheiten mit dem benachbarten Indianer-Reservat und deren Bewohnern, aber auch das ist kaum nennenswert.

Entsprechend nimmt man den Anruf zunächst nicht sonderlich ernst. Eine Leiche? Das ist bestimmt ein Betrunkener, der in der Wüste eingenickt ist und sich im Koma-Schlaf befindet. Oder ein Schaf. Schließlich hat Bob eine Menge davon auf den Weiden und trinkt gerne ein Bierchen dabei oder zwei oder drei. Da kann man aus der Ferne schon einmal was verwechseln.

„Hallo Zuckerpuppe…“
„Hallo, Blödmann“, erwiderte die Stimme am anderen Ende der Leitung. „Es ist kein totes Schaf.“ Ich war verwirrt und brauchte einen Moment, bis ich begriff, was los war. Ich senkte die Stimme. „Was haben wir?“ (S.41)

Rasch ist jedoch sicher, das der gute Bob nicht gelogen hat und man wird sofort aktiv. Ermittler werden an den Fundort geschickt und letztlich wird klar, dass das Opfer Cody Pritchard heißt. Jener Cody hatte zusammen mit drei Freunden ein Indiandermädchen vergewaltigt. Der Vorfall hatte extreme Wellen geschlagen und nicht jeder war damals mit dem Strafmaß zufrieden. Will nun jemand den Rächer spielen?

Während man sich auf die Suche nach dem Täter macht – erste Ermittlungen richten sich natürlich gegen die Gegner der Vergewaltiger – schlagen sich die Bewohner mit dem Alltag herum. Weihnachtsbeleuchtung zum Beispiel. Oder aktuelle Footballspiele und eine Frau für Walt muss auch her. Nach dem Tod seiner Frau hat er sich ein wenig gehen lassen und sich in eine sichere Kapsel zurückgezogen, was dieses Thema angeht.

„Walt, wir müssen über ein paar Sachen reden.“ […] „Es gab mal eine Zeit, in der dieser Lebensstil angebracht war – der trauernde Witwer, der tapfer durch das Meer aus Depression und Pappkartons segelt. Danach die Ära des exzentrischen Gesetzeshüters. Aber jetzt, Walt, mein Freund, bist du nur noch ein Waschlappen.“
Ich griff meinen Kaffeebecher etwas fester und rückte meinen Bademantel zurecht. „Aber ein liebenswerter Waschlappen.“ (S. 79)

Die Wortspiele zwischen Henry, seinem guten Freund und Vic, seiner Deputy und Anwärterin des Sheriff-Postens sind einfach Gold wert. So handelt man sich einfach stupide einen Mordfall ab. Sucht Tatwaffe, Täter und Motiv. Sondern man kann den Charakteren bei ihrem Leben und ihrer Entwicklung zuschauen. Wie man an den Zitaten sicher schon gemerkt hat, berichtet Walt aus seiner Sicht. Somit ist man noch näher dabei.

Trotz der vielen alltäglichen Dinge, verliert man nie das eigentliche Ziel vor Augen. Denn die Welt ist ein Dorf, jeder hat irgendwie Dreck am Stecken, ob der für den Fall relevant ist, muss rausgefiltert werden. Ich selbst hatte immer ein paar Verdächtige im Visier. Konnte aber bis kurz vor Schluss – genau wie der Sheriff – nicht klar den Namen des Täters aussprechen.

Letztlich hat mich dieser Serienauftakt sehr gut unterhalten. Der Stil sowie das Flair von Craig Johnson erinnern an James Lee Burke. Man hat das Gefühl der gute Walt Longmire und Hackberry Holland hatten die gleichen Eltern und wurden bei der Geburt getrennt. Wer also den einen Sheriff mag, kommt um den anderen nicht herum.

Prädikat: Absolut lesenwert!

Absolut lesenswert

von Manuela 14. August 2017
Inhalt: Als Walt Longmire die Meldung bekommt das eine Leiche entdeckt wurde, hält er das zunächst für einen schlechten Scherz und schickt seine Mitarbeiterin Vic, zum Fundort von was auch immer, nur leider stellt sich heraus, es gibt diese Leiche tatsächlich. Cody Pritchard wurde in der Nähe des Indianerreservats erschossen. Jagdunfall oder Mord? Cody hatte vor einigen Jahren die Cheyenne Melissa, gemeinsam mit einigen Kumpanen, brutal vergewaltigt und gefoltert.

Meine Meinung:
Staubige Straßen, weite Landschaften, einsame Helden mit weißen Hüten und die Bösewichte in schwarz, das waren die Western meiner Kindheit und die kannte ich auch nur aus Groschenromanen in denen die Helden zumindest in meiner Erinnerung immer Heldenhaft waren.
Walt Longmire ist anders, übergewichtig und immer noch voller Trauer über den Tod seiner Frau, kehrt er Abend für Abend in das halbfertige Haus zurück, in dem er den Rest seines Lebens mit seiner Frau verbringen wollte und in dem er nun zwischen Umzugskartons lebt. Jetzt könnte man denken, wieder so ein verkorkster Ermittler, dessen Privatleben die Arbeit beeinflusst, aber dem ist nicht so, Longmire ist einer der besten und sympathischsten Sheriffs die mir in meinem Leserleben untergekommen sind, man muss ihn einfach mögen.
Der 1961 geborene Autor Craig Johnson vermochte es die Landschaft Wyomings vor meinem inneren Augen entstehen zu lassen, die Berge die sich Longmire in Vietman geschworen hatte täglich anzusehen wenn er wieder nach Hause kommt, waren zum Greifen nah.
Johnson lässt es gemächlich angehen, er stellt seine Protagonisten vor und lässt sie quasi nebenher in dem Mord ermitteln, bis er gegen Ende an Tempo zulegt. Das Buch wird allerdings trotz der eher ruhigen Erzählweise niemals langweilig, im Gegenteil, ich habe mich sehr wohl gefühlt in Absaroka County, mit seinen skurrilen Menschen, ich habe wirklich mit ihnen gefühlt. Und mir ist wirklich etwas passiert, worauf ich bei Krimis absolut keinen Wert lege, ich habe gelacht, nicht durchgehend natürlich, aber so manche Situation oder Unterhaltung war wirklich amüsant und hier muss sicherlich dem Übersetzer ein großes Lob ausgesprochen werden, er hat einen fantastischen Job gemacht.


Ich gebe für Longmire von Craig Johnson eine absolute Leseempfehlung, er hat es geschafft die Atmosphäre eines klassischen Westerns in die heutige Zeit zu transportieren, er hat gezeigt das Freundschaft ohne viele Worten sondern von Taten lebt. Ich bin gelinde gesagt, hin und weg und freue mich auf die nächste Begegnung mit Walt Longmire.
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