The Last Man - Die Exekution

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Ein typischer Flynn - lesenswert!

von Niklas 31. Januar 2018
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Der leider 2013 verstorbene Vince Flynn war definitiv einer der bekanntesten Thriller-Autoren der Welt. Im Festa-Verlag erscheinen nun seit einiger Zeit die Romane um Mitch Rapp, seines Zeichens CIA-Agent, Mann fürs Grobe und Flynns berühmteste Figur. Im mittlerweile 13. Band der Reihe muss der Wunderknabe nach Afghanistan, um das Verschwinden eines hochrangigen CIA-Mitarbeiters aufzuklären. Washington ist daran gelegen, dass der Entführte möglichst schnell zurückgeholt wird, fürchtet man doch die Preisgabe wichtiger Geheimdienstinformationen unter Folter. Rickman, so der Name des Agenten, soll also unter allen Umständen befreit werden – ob tot oder lebendig, so ahnt Rapp es bereits, scheint für die Entscheider dabei eher zweitrangig zu sein. Der Leser begleitet Rapp auf einem Trip voller Verwirrungen und Intrigen. Niemandem scheint zu trauen zu sein – unser Agent ist weitestgehend auf sich allein gestellt.

Die Bücher von Vince Flynn ließen sich schon immer am besten mit dem Wort „amerikanisch“ beschreiben – und das durchaus in einem ideologischen Sinn. Wer sich aber damit anfreunden kann, dass eine gute Portion Patriotismus mitschwingt, wird mit einem rasanten Feuerwerk belohnt, dass wenig Zeit zum Durchatmen lässt. Interessanterweise ist es dabei weniger eine Aneinanderreihung von Action-Sequenzen, die besagtes Gefühl erzeugen; im Gegenteil: Flynn lässt zwar durchaus auch die Fetzen fliegen, ergeht sich aber nie in plumpe Gewaltorgien. Vielmehr sind es die vielen Akteure, ihre Ziele und ihre Intrigen, die dem Leser kaum eine Pause gönnen. Und so macht eben das auch die hohe Qualität des Buches aus: Es gehört als Autor einiges dazu, hier den Überblick zu behalten und den Plot nicht mit Logiklöchern zu pflastern. Vince Flynn verstand sein Handwerk und umschifft entsprechende Stolpersteine mit Bravour.

Alles in allem bietet „The Last Man – Die Exekution“ spannende Unterhaltung mit einem auch realpolitisch durchaus brisanten Plot. Wer mit Flynns Werken vertraut ist und seinen Stil schätzt, macht mit diesem Roman ohnehin nichts falsch, für alle anderen lohnt sich zumindest ein Blick allemal.