Sniper Elite: Der Wolf

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Netter Action-Thriller!

von Niklas 7. Januar 2018
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Der einzig leichte Tag war gestern. Getreu dieses inoffiziellen Mottos der Navy SEALs schickt Scott McEwen unterstützt von Thomas Koloniar Master Chief Gil Shannon auf einen Höllentrip quer durch Europa. Der aus der »Sniper Elite«-Reihe bekannte Scharfschütze gerät in Paris ins Visier eines tschetschenischen Terroristen, der unter dem Namen »Der Wolf« bekannt ist. In der französischen Metropole ergibt sich für den SEAL eine unerwartete Chance: Er verbündet sich mit dem russischen Geheimdienst. Unterstützt von einem russischen Elitesoldaten heftet er sich an die Fersen des Wolfs.

Scott McEwen ist ein US-amerikanischer Anwalt, der unter anderem für Hilfsorganisationen des Militärs tätig ist. Im Vorwort des ersten Bandes der »Sniper-Elite«-Reihe behauptete er, das Vorbild für Gil Shannon persönlich getroffen zu haben – auf diese Weise wird militärisches Know How suggeriert; es scheint, als packe ein Insider aus. Ob dem nun wirklich so ist, sei einmal dahingestellt. Ich zumindest wage zu bezweifeln, dass Spezialisten wie Shannon und sein russischer Kompagnon wirklich so vorgehen würden, wie im hier zu besprechenden dritten Roman geschildert. Vermutlich wird zugunsten des actionreichen Plots auf besagtes militärisches Insiderwissen verzichtet. Schließlich hat man sich wohl nicht umsonst der Dienste des Action-Autors Thomas Koloniar versichert. Und wirklich gemahnt das Buch in weiten Teilen an einen typischen Hollywood-Blockbuster: wenig Handlung, viel Action mit vielen Schnitten. Ist das schlimm? Nein, so lautet zumindest meine Einschätzung. Denn ich weiß bereits vorher, worauf ich mich einlasse. Bereits die Vorgänger waren ähnlich aufgebaut und wussten bestens zu unterhalten. Alle Freunde von McEwen und Koloniar kommen auch im aktuellen Band voll auf ihre Kosten. Wer dagegen eine innovative Handlung der Action vorzieht, sollte sich den Kauf vielleicht zweimal überlegen. Übrigens: Trotz des übertrieben patriotisch anmutenden Covers ist von stereotyper amerikanischer Selbstüberhöhung erfreulich wenig zu bemerken – ganz ohne kommt das Buch aber selbstverständlich nicht aus. Wer also Lust auf einen actionreichen Thriller ohne allzu hohen Anspruch hat, ist mit Shannons Jagd auf den Wolf bestens bedient.