Die Grabgewölbe von Yoh-Vombis

Gesammelte Erzählungen Band 2

Bewertung
2 Kundenmeinung(en)

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Kundenmeinungen

Einfallsreich und kunstvoll

von Andreas 17. Dezember 2018
Bewertung
Die Geschichten, die in diesem Band enthalten sind, konnten mich auf der ganzen Linie überzeugen. Sie sind in einem sehr kunstvollen Schreibstil verfasst und haben viele originelle Einfälle zu bieten (z.B. Pflanzen, die mit Lebewesen "verschmelzen"). Einem bestimmten Genre lassen sie sich nicht so leicht zuordnen, sondern schwanken irgendwo zwischen Horror, Fantasy und Science-Fiction. Am besten haben mir "Die namenlose Ausgeburt", "Die Knospen des Grabes" und die drei Mars-Geschichten gefallen, aber die anderen sind auch gut.
Außerdem sind in diesem Band sehr interessante Entstehungsgeschichten zu den einzelnen Storys enthalten.

Ein sehr interessantes Buch

von Barin 13. Dezember 2017
Bewertung
Dieses Buch enthält mit den "Grabgewölben von Yoh-Vombis", dem "Leichnam zuviel" und besonders den "Knospen des Grabes" drei exzellente und wirklich unheimliche Horrorgeschichten. Der Horrorgehalt ist in diesem Band höher als im letzten.
Auch hier geht es letztlich viel um Science-fiction und fremde Wesen. Unterhaltend ist es vor allem für Leute, die keine Erwartungen an 'Smith richten, sondern sich einfach mitziehen lassen. Ich persönlich würde mich nicht zu den Leuten zählen, die ihn für literarisch bedeutender als Lovecraft halten, aber ich genieße seine gepflegte Sprache und seine vielseitigen Einfälle.
Es gibt aber auch eine Schwäche, und diese besteht darin, daß seine Figuren keine psychologische Tiefe erreichen. Sie wirken allesamt recht oberflächlich. Frauen kommen in den Geschichten nicht vor. Hier muß man aber einwenden, daß jeder Versuch, anspruchsvoller zu werden, durch die Verleger der Pulp-Magazine torpediert wurde, weil sie massentaugliche Kost verlangten. Wieviel großartige Geschichten von ihm haben sie abgelehnt!
Der abschließende Text über eine Begegnung mit "Klarkash-Ton" enttäuschte. Im Grunde geht es darin nur ums Saufen und die Frage, welche Alkoholika man jetzt konsumieren wollte. Aber egal; auf diesen Text kommt es nicht an.
Insgesamt ist das Buch nach meiner Meinung der Singenden Flamme absolut ebenbürtig. Nichts voraussetzen, lesen und alles vor dem inneren Auge laufen lassen- das ist der richtige Weg, diesen Band so richtig zu genießen...