White, Wrath James

Yaccubs Fluch

HORROR TB - Band 79

Malik ist ein Geldeintreiber und Vollstrecker für die Drogenhändler der Stadt. Er kennt kein Mitleid. Doch als er den Auftrag erhält, eine cracksüchtige Hure und ihr Neugeborenes zu töten, hat er eine unglaubliche Offenbarung: Das Baby ist der wiedergeborene Jesus Christus

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Beschreibung

Details

Malik ist ein Geldeintreiber und Vollstrecker für die Drogenhändler der Stadt. Er kennt kein Mitleid. Doch als er den Auftrag erhält, eine cracksüchtige Hure und ihr Neugeborenes zu töten, hat er eine unglaubliche Offenbarung: Das Baby ist der wiedergeborene Jesus Christus.
Gefangen in einem Kampf zwischen Gut und Böse, Vernunft und Wahnsinn, Erlösung und Verdammnis, stellt sich Malik gegen seinen Auftraggeber, der Satan selbst sein könnte ...


Im Bereich Hardcore-Horror ist Wrath James White der beste. Aber keiner schreibt mit mehr Sadismus. Und zwischen all der Over-the-top-Brutalität platziert Wrath sogar etwas Philosophie und Gesellschaftskritik.

Jack Ketchum: »Wenn Wrath James White Dich nicht erschaudern lässt, dann sitzt Du am falschen Ende des Leichenwagens.«

Poppy Z. Brite: »Wrath James White hat mehr zu sagen als viele seiner Kollegen, und das sogar sprachgewandter. Von all diesen Schriftstellern schockiert er am besten (oder schlimmsten), aber ich glaube, in ihm steckt noch erheblich mehr ...«

Zusatzinformation

Autor: White, Wrath James
Buchreihe: Horror TB
Auflage: Deutsche Erstausgabe
Umfang: 400 Seiten
Ausführung: Paperback, Umschlag in Festa-Lederoptik
Format: 19 x 12 cm
ISBN: 978-3-86552-330-3
Originaltitel: Yaccub's Curse
Übersetzung von: Patrick Baumann
Brutalität/Gewalt:
3
Anspruch:
3
Sex/Obszönität:
2
Bewertungen

Kundenmeinungen zu "Yaccubs Fluch"

White ist einfach facettenreich

von Kim 21. März 2018
Manchmal lese ich ein White und denke, dass es von einem ganz anderen Autoren ist...
Mal steht die pure Gewalt im Vordergrund und mal die gesellschaftliche Kritik.

Aber vielleicht bin ich auch einfach nur parteiisch, weil White einer meiner liebsten bei Festa ist :)

Yaccubs Fluch

von Lena 23. Oktober 2017
Meine Meinung:

Ich bin ein großer Fan von Wrath James White. Bisher waren alle seine Bücher, mit der Ausnahme von einem, für mich immer totale Highlights, weswegen er zu meinen Lieblingsautoren im Horrorgenre gehört. Als ich dann gehört habe, dass dieses Buch sein persönlichstes sein soll, war ich natürlich sofort Feuer und Flamme.

Das Buch beschreibt die Geschichte von Malik. Er lebt im Ghetto und man begleitet ihn bereits als Kind. Wir bekommen die Probleme mit, die er hat, da er nicht reiche Eltern hat und er dunkelhäutig ist.

Der Autor thematisiert in seinen Büchern sehr häufig das Thema Rassismus. Dies tut er hier auch wieder, aber viel deutlicher als in seinen anderen Werken. Rassismus ist hier eines der Hauptthemen, um die sich das Buch dreht. Der Fokus liegt hier weniger auf Brutalität, sondern viel mehr auf gesellschaftliche Probleme.

Damit grenzt sich das Buch stark von anderen Bücher von White ab. Natürlich fließt auch Blut, aber längst nicht in dem Maße, wie es z.B. in Schänderblut oder dem Totenerwecker passiert. Daher würde ich die Geschichte auch nicht in das Horrorgenre packen.

Für mich hat bei der Geschichte das Gewisse etwas gefehlt. Ich fand es zwar spannend zu sehen, was für Probleme Malik sich stellen muss und was er durch macht und was er erlebt, aber ich habe die ganze Zeit über auf den großen Knall gewartet, der leider nicht kam. Ich hätte mir einfach mehr Action und Spannung gewünscht.

Der Schreibstil von Wrath James White ist wieder grandios. Er schreibt flüssig, direkt und sehr fesselnd.

Fazit:

Der Fokus bei “Yaccubs Fluch” von Wrath James White liegt weniger auf dem blutigen Horror, sondern mehr auf den Horror den Rassismus mit sich bringt. Für mich gehört es nicht zu seinen besten Büchern, aber die Geschichte ist einfach besonders.

Milieustudie und noch mehr

von Annette 8. Januar 2015
Wrath James White ist nichts für schwache Nerven, das war er auch noch nie. Seine Geschichten sind düster, voller Gewalt und Verzweiflung, aber auch nicht ohne Gesellschaftskritik. Dieses Mal begibt er sich in Viertel, in denen Rassismus, Drogen, Mord und Gewalt an der Tagesordnung sind. Er beschreibt gekonnt das Lebens und Erwachsenwerden von Malik, einem unscheinbar Jungen, der eigentlich nur eine unbeschwerte Kindheit möchte. Aber sein sozialer Stand lässt das nicht zu. Die abgetragenen Klamotten brandmarken ihn als einen Aussätzigen, der sich nicht alles leisten kann und manchmal sogar nichts zu essen hat. Obwohl sich seine Mutter und seine Großmutter alle Mühe geben, ist das Geld knapp und der Junge möchte es irgendwie schaffen, diesem Elend zu entfliehen. In der Schule ist er als gefürchteter Schläger bekannt – bald schon lernt ihn das Viertel als brutal Geldeintreiber und Mörder kennen. Er begibt sich in die falschen Kreise und wird einer der besten Unterstützer des seltsamen Dealers Scratch, der sich als Weißer einen Namen im Schwarzenviertel gemacht hat. Scratch ist brutal und eiskalt und hat seine Jungs fest im Griff. Wer nicht spurt, wird getötet. Dass der Dealer Huren und ihre ungeborenen Babys tötet, seinen Opfern das Hirn aussaugt und verschlingt, ist der eklige Teil des Buches. Ansonsten kann man den Roman gut lesen, auch wenn man nicht auf den brutalen Horror steht, den man sonst von White kennt.

“Yaccubs Fluch” ist eine Milieustudie und beschreibt sehr gut die Außenseiterrolle von den Kids, die keine reichen Eltern haben, nicht immer die neuesten Klamotten tragen können und sich durch Gewalt abschotten wollen. Es ist ein guter Einblick in eine Rassismusdebatte, die nie wirklich versiegt ist, nun aber auch mal ganz anders die “Schwarzen” und die “Weißen” zeigt und die Hautfarbe nicht in den Vordergrund stellt. Der eigentliche Horror hierbei ist nicht, dass Gehirne gefressen werden und Blut hin und wieder spritzt, der eigentliche Horror sind der Alltag, das allmähliche Verschwinden in einem Sog von Gewalt, Drogen, Macht und Geld und die Hilflosigkeit des Umfelds. White zieht den Leser in das Viertel, lässt ihn mitfühlen mit Malik, der innerlich zerrissen ist und seinen Weg sucht, immer wieder zweifelt, gewinnt und verliert und begleitet wird von Ängsten, Hoffnungen und Wünschen.

Ein gutes Buch, das sich schnell lesen lässt und bis zur letzten Seite Spannung birgt.
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