Hunter, Stephen

Dirty White Boys

Drei bis an die Zähne bewaffnete Sträflinge bahnen sich ihren Weg in eine Welt, die auf etwas Derartiges nicht vorbereitet ist.

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Beschreibung

Details

Drei bis an die Zähne bewaffnete Sträflinge bahnen sich ihren Weg in eine Welt, die auf etwas Derartiges nicht vorbereitet ist.

Lamar ist eine böse, tödliche Bestie … Odell ist sein schwachsinniger Cousin, ein Riese ohne jegliche Gefühle … Und Richard ist ein elendiger Feigling …
Die drei ziehen eine Schneise des Terrors durch Amerika. Bis sich Sergeant Pewtie an ihre Fersen heftet.
Pewtie wurde vor Jahren von Lamar fast getötet. Nun treffen die beiden erneut aufeinander. Aber dieses Mal wird nur einer überleben …

Für viele ist Stephen Hunter der beste lebende Thriller-Autor.

 

Stephen King: »Ich liebe die Romane von Stephen Hunter.«

Literary Guild: »Brillant, ergreifend und sehr brutal.«

Michael Drewniok, Krimi-Couch.de: »Ein Hochgeschwindigkeits-Pageturner, ein höllisch spannender, famos geschriebener Reißer ohne Kompromisse, ein Tiefschlag für den feinsinnigen (oder dünnblütigen) Leser, ein Stromstoß für den deutschen Krimifreund.«

Zusatzinformation

Autor: Hunter, Stephen
Buchreihe: Festa Action
Umfang: 592 Seiten
Ausführung: Paperback, Umschlag in Festa-Lederoptik
Format: 20 x 12,5 cm
ISBN: 978-3-86552-679-3
Originaltitel: Dirty White Boys
Übersetzung von: Iris Bachmeier
Erscheinungsdatum: 25.09.2018
Brutalität/Gewalt:
4
Anspruch:
3
Sex/Obszönität:
2
Bewertungen

Kundenmeinungen zu "Dirty White Boys"

Ein tolles Buch, starke Story und Charaktere. Sehr zu empfehlen.

von Saskia 9. Oktober 2018
Meine Meinung

Wir bekommen gleich zu Beginn eine ganze Bandbreite an Charakteren vorgestellt, darunter natürlich Lamar, Odell und Richard. Aber auch scheinbare Nebencharaktere nehmen hier einen großen Stellenwert ein und das merkt man, der Autor hat ihnen genauso viel Zeit gewidmet wie den Hauptcharakteren. Der Autor hat bei jeder einzelnen Person sehr viel Zeit und Herzblut investiert und die Ausarbeitung ist ihm somit sehr gut gelungen. Lamar als schonungsloser, mörderischer Verbrecher wurde auch genauso dargestellt. Sein Cousin Odell ist ein Riese, etwas zurückgeblieben und absolut auf Lamar angewiesen. Man sollte ihn jedoch nicht unterschätzen, er hat eine unglaubliche Kraft und keinerlei Mitgefühl für seine Opfer. Und zu guter Letzt – Richard. Ihr werdet schon noch rausfinden wie dieser absolute Feigling in die Gruppe hinein passt. Zugegebener maßen war er mein „Lieblingsverbrecher“, warum genau kann ich euch jetzt leider nicht sagen. Vielleicht weil er so unschuldig war – oder wohl eher unschuldig scheint.
Gehen wir rüber zu den „guten“ Charakteren, den Cops. Hier geht es hauptsächlich um Sergeant Bud Pewtie. Ein Mann den ich leider nicht sympathisch fand, was wahrscheinlich mehr an seiner privater Lebensweise liegt, hier verrate ich mal nicht Zuviel, nur soviel: Er ist kein Unschuldslamm. Wie oben schon erwähnt hat der Autor auch bei den ganzen Nebencharakteren (und davon gibt es viele auch wenn nicht viele überleben…) sehr viel Mühe gegeben, was ich sehr gut finde.
Nun zu der Geschichte selbst. Es startet sehr früh mit einer guten Prise Action und zieht sich auch genauso durch. Die Storyline ist gut durchdacht, zwischendurch gibt es immer mal wieder eine Überraschung die einen gut bei Laune hält. Die Charaktere hätte ich nicht besser gestalten können und durch den lockeren Schreibstil liest sich die Geschichte gerade so weg. Ich hatte oft Mitgefühl, nicht nur für die Opfer der dreiköpfigen Mordsbande.
Zu guter Letzt, lasst uns über das Ende sprechen. Oh Gott das Ende, meine lieben Freunde. Das ganze Buch über war die Action vorhanden wie eine gute Welle – mal bäumte sie sich auf, flachte danach aber wieder ab um einem die Luft zum durchatmen zu geben. Doch das Ende war eine riesige Monsterwelle! Mit einem super Cliffhänger (nein, es waren mehrere Cliffhänger) die aber alle recht fix aufgeklärt werden, was der Spannung aber keinen Abbruch tut. Jedoch muss ich auch sagen das die letzten Seiten, wenn ich so darüber nachdenke, sehr „schnell“ geschrieben wirken. Mich hätte das Schicksal des ein oder anderen Protagonisten im Detail sehr interessiert – wen genau ich meine Verrate ich nun nicht, Spoiler und so. Aber lest es ruhig selbst, vielleicht wisst ihr dann was ich meine. Aber nichts desto trotz war das Ende grandios und hat mich nicht enttäuscht.
Die Charaktere und auch die Umgebung sind wunderbar beschrieben, nicht zu langweilig und so lebendig, dass ich ein richtiges Kopfkino hatte.
Die Kapitel wechseln zwischen den Szenarien der Verbrecher und denen der Cops, was dem Leser eine schöne Abwechselung bietet, aber auch innerhalb der Kapitel kann es zum Wechsel zwischen „Gut“ und „Böse“ kommen. Das kann unter Umständen verwirren, aber ich finde man erkennt es recht schnell.
Es gibt auch Absätze, in denen wir in die Gedankenwelt der Protagonisten und Antagonisten eintauchen, beispielsweise in die von Odell, Richard oder unserem Sergeant Bud. Auch der Charakterfokus wechselt innerhalb der Kapitel, mal spüren wir die Angst von Richard, mal die Wut von Lamar, die Angespanntheit von Sergeant Bud Pewtie oder die von Lieutenant C.D. Henderson. Gerade bei den Dirty White Boys bekommt man hier den Vergleich der Extremen. Das macht die Charaktere noch viel Authentischer und der Leser hat es leichter, sich in sie einzufühlen.
Auch machen alle Charaktere eine gewisse Wandlung durch und entwickeln sich weiter, die einen zum guten, die anderen zum schlechten (kommt auch drauf an wem man die Sympathie zuschreibt – den Cops oder den Verbrechern?) Und gerade wenn ich dachte Protagonist A oder B könnten mich nicht mehr überraschen, dann taten sie es doch. Wirklich ein guter Aufbau der Charaktere, sehr passend zur Story und ungemein „speziell“ – auf eine gute Weise.
Fazit
Ein Buch das man guten Gewissens in die Action Reihe des Festa Verlags einordnen kann. Ein flüssiger Schreibstil, gute, authentische Charaktere und eine Geschichte zum mitfiebern haben dieses Buch zu einem sehr guten Buch gemacht! Keine Null-Acht-Fünfzehn Charaktere, alle haben ihre Überraschungen genau wie die Geschichte. Gut plazierte Cliffhänger halten die Spannung an den richtigen Stellen, aber auch die etwas leichteren Passagen im Buch waren gut platziert und auf keinen Fall langweilig. Einzig und allein das Ende hat mich im Hinblick auf die Charaktere etwas enttäuscht zurück gelassen. Bei dem ein oder anderen hätte ich mir ein intensiveren Einblick in sein Leben gewünscht, wie es nun weiter geht. Dennoch finde ich das Buch alles in allem grandios und diese Kleinigkeit am Ende stößt vielleicht auch nur mir so auf. Wenn ihr auf ein gutes Actionbuch mit knallharten Jungs auf beiden Seiten steht, empfehle ich Dirty White Boys bedingungslos!

* Ich bedanke mich an dieser Stelle nochmal bei dem Festa Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Es hat mir sehr viel Freude gemacht, es zu lesen und zu rezensieren!
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