Reilly, Matthew

eBook - Das Turnier

Ein historischer Action-Thriller, der an Der Name der Rose und die Abenteuer von Sherlock Holmes erinnert.

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Beschreibung

Details

Im Jahr 1546 ruft Sultan Süleyman der Prächtige alle Könige Europas auf, an einem nie dagewesenen Wettstreit teilzunehmen: In einem großen Turnier soll der beste Schachspieler der Welt gefunden werden …
Unter den Tausenden Reisenden, die in Konstantinopel eintreffen, reihen sich auch der Gelehrte Roger Ascham und seine Schülerin Elisabeth ein, Tochter von Heinrich VIII.
Bald überschlagen sich die Ereignisse: Schon vor Beginn des Turniers wird ein christlicher Kardinal ermordet und grässlich verstümmelt. Es folgen weitere barbarische Todesfälle.
Elisabeth und Ascham erkennen bald, dass sie selbst die eigentlichen Figuren in einem verderbten Spiel sind, in dem es ums nackte Überleben geht ...

Ein historischer Action-Thriller, der an Der Name der Rose und die Abenteuer von Sherlock Holmes erinnert.

 

Publishers Weekly: »Die 13-jährige Prinzessin Elisabeth Tudor ist die Erzählerin dieses herrlichen, gut geschriebenen Thrillers. Als Teil ihrer politischen Erziehung hat sie u. a. eine unvergessliche Begegnung mit dem arroganten jungen Iwan dem Schrecklichen (…) Reilly bleibt den Realitäten seiner historischen Charaktere treu.«

Elisabeth I., auch bekannt unter den Namen Gloriana, Good Queen Bess oder The Virgin Queen (Die jungfräuliche Königin), war von 1558 bis an ihr Lebensende 1603 Königin von England.

Zusatzinformation

Autor: Reilly, Matthew
Buchreihe: Festa Action
Auflage: Deutsche Erstausgabe
Umfang: 416 Seiten
ISBN: 978-3-86552-565-9
Originaltitel: The Tournament
Übersetzung von: Manfred Sanders
Brutalität/Gewalt:
3
Anspruch:
4
Sex/Obszönität:
2
Bewertungen

Kundenmeinungen zu "Das Turnier"

Erwartungen erfüllt

von Kim 21. März 2018
Nachdem ich "Der große Zoo von China" gelesen habe, war ich ganz heiß auf den nächsten Matthew Reilly Roman...
Und zum Glück hat der Verlag ja kurze Zeit später gleich einen nachgeschoben :-)

Und was soll ich sagen? - Ich wurde nicht enttäuscht:
Mit genauso viel Witz und einer tollen lockeren Erzählweise bin ich quasi nur so durchs Buch geflogen.
Das Thema Schach kann mich nun nicht so begeistern, aber der Autor schafft es einfach auch diese trockene Thematik in ein Thriller-Gewand zu packen und damit die Spannung auf die Höhe zu treiben.
Nun hoffe ich, dass noch viele weitere Reilly Romane veröffentlicht werden und kann kaum das nächste erwarten.

Großes Kino!

von Christian 11. Februar 2018
Wer hätte gedacht, dass ein Schachturnier so spannend sein kann? Am Hofe des Sultans lauern allerhand Gefahren für die junge Elisabeth Tudor und ihre Gefolgschaft...

Inhalt:
Die 13 Jährige Elisabeth Tudor reist gemeinsam mit ihrem Lehrer und Gelehrten Roger Ascham nach Kostantinopel, um an einem Schachturnier teilzunehmen und der Pest zu entkommen. Sultan Süleyman hat sich nicht lumpen lassen und empfängt an seinem Hof nur die auserlesensten Gäste und Schachspieler - doch die Suche nach dem weltbesten Spieler gerät schnell in den Hintergrund: Es kommt zu einem grausamen Mord an einem christlichen Kardinal...und dies soll nicht der einzige Todesfall bleiben! Während ihren Ermittlungen blickt die junge Prinzessin hinter die düstere Kulisse des prachtvollen Turniers und gerät deshalb schnell selbst ins Fadenkreuz mächtiger Gegner...

Meine Meinung:
Ich muss gestehen, dass ich mit Schach nicht wirklich viel anfangen kann und deshalb anfangs etwas skeptisch war. Aber das Turnier ist mehr oder weniger nur der Rahmengeber für diesen fiktionalen historischen Thriller - und Reilly überzeugt dieses mal auf ganzer Linie! Die Kriminalgeschichte ist wirklich spannend ohne allzu übertrieben und hektisch zu sein - das muss man bei dem Autor ja immer dazu sagen, denn insbesondere bei seiner Scarecrow-Reihe kommt der Leser kaum zum Luft holen. Besonders interessant fand ich neben den auftauchenden historischen Persönlichkeiten das Setting im alten Konstantinopel - am Hofe des Sultans leben allerhand spannende Persönlichkeiten und es gibt viele Geheimnisse zu erkunden und Intrigen aufzudecken. Insgesamt also ein faszinierender Ausflug ins Osmanische Reich - unbedingt lesen!

Fazit:
Matthew Reilly überzeugt auf ganzer Linie und liefert einen sehr kurzweiligen und ungemein spannenden historischen Thriller voller Geheimnisse und Intrigen! Ich kann "Das Turnier" wärmstens empfehlen und vergebe gerne 5 Sterne.

Viel Historie, weniger Action

von Niklas 13. Dezember 2017
Eine Rezension für "Phantastik-News.de":

Im Jahr 1546 lädt Sultan Süleyman der Prächtige zu einem großen Schachturnier nach Konstantinopel. Vertreter aller großen europäischen (und auch einiger außereuropäischer) Höfen werden in die Hauptstadt des Osmanischen Reichs geladen, um ihre spielerischen Fertigkeiten unter Beweis zu stellen. Während die Einladungen verschickt werden, bricht in England wieder einmal die Pest aus – Grund genug, um sich am Königshof darüber Gedanken zu machen, wo man die wertvollen royalen Kinder in Sicherheit bringen kann. Elisabeth, jüngstes Kind Heinrichs VIII. bekommt diesbezüglich allerdings keine sonderlich große Aufmerksamkeit, ihr Rang in der Thronfolge ist offenbar zu gering. Ihr Lehrer, Roger Ascham, verfällt deshalb auf den Gedanken, sie zu besagtem Turnier mitzunehmen. So reisen also Elisabeth, ihr Lehrer, ihre Freundin Elsie sowie natürlich Mr. Giles, der englische Schach-Champion, in die Stadt am Bosporus. Dort angekommen, wird die Gesandtschaft in rätselhafte Mordfälle, Palastintrigen und – zumindest was Elsie betrifft – auch in die eine oder andere Orgie verwickelt.

Reilly hat mit „Das Turnier“ einen gut recherchierten historischen Roman vorgelegt, der durchaus zu unterhalten weiß. Insbesondere die Ermittlungen Aschams und Elisabeths laden zum Miträtseln ein. Ascham agiert dabei nachvollziehbar, ist vorsichtig und stets darauf bedacht, den mächtigen Sultan nicht zu verärgern. Da der Roman aber aus der Perspektive Elisabeths geschrieben ist, kommt der Leser in den Genuss ihrer Gedanken, die von Unverständnis über kindliche Verärgerung bis hin zu taktischen cleveren Gedankenspielen reicht. Der Autor – sonst eher bekannt für Aneinanderreihungen von Actionszenen – versteht es, einen spannenden Plot zu weben, den er am Ende zu einer logischen Auflösung bringt. Ob man Reilly nun unbedingt mit Umberto Eco vergleichen sollte, wie es auf dem Buchumschlag geschieht, soll an dieser Stelle nicht weiter vertieft werden …

Als etwas störend stellt sich das teils entnervende Herumgereite auf der katholischen Kirche dar: Klar, wir alle wissen, was der mittelalterlich-frühneuzeitliche Klerus in seiner Dekadenz so angestellt hat, war ganz sicher nicht immer christlich. Und ja, auch an Knaben haben sich die Priester vergangen – ganz sicher aber nicht auch nur annähernd in einem Ausmaß, wie es hier präsentiert wird. Natürlich ist ein historischer Roman kein Sach- oder Fachbuch (immerhin geht es ja um ein fiktives Schachturnier) und hat alle Freiheit, die Historie den Bedürfnissen des Plots unterzuordnen, aber auch innerhalb der Erzählung wird der Kirche hier vielleicht etwas zu viel Perversion und Dekadenz gegönnt.

Abseits dieser Kritik ist „Das Turnier“ ein wirklich spannender Krimi, der weitestgehend ohne Logiklöcher daherkommt, schön geschrieben ist und ein farbenprächtiges Gemälde des frühneuzeitlichen Konstantinopels zeichnet.
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