Lee, Edward

Golem

HORROR TB - Band 76

Um die Unschuldigen zu schützen, formte man den Golem aus Flusslehm und erweckte ihn zum Leben. Das geschah vor Jahrhunderten. Aber jetzt wurden die uralten, mystischen Riten pervertiert und neue Golems geschaffen – dämonische Kreaturen, die vergewaltigen und morden. Nur ein junges Paar kann sie aufhalten. Doch die beiden ahnen nicht, welches diabolische Geheimnis ihr eigenes Dasein bestimmt ...

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Beschreibung

Details

Sie erheben sich aus den Knochen der Toten.

Um die Unschuldigen zu schützen, formte man den Golem aus Flusslehm und erweckte ihn zum Leben. Das geschah vor Jahrhunderten. Aber jetzt wurden die uralten, mystischen Riten pervertiert und neue Golems geschaffen – dämonische Kreaturen, die vergewaltigen und morden. Nur ein junges Paar kann sie aufhalten. Doch die beiden ahnen nicht, welches diabolische Geheimnis ihr eigenes Dasein bestimmt ...

 

Golem = [hebräisch: Klumpen, formlose Masse, ungeschlachter Mensch]. Seit dem Mittelalter in der jüdischen Literatur und Mystik die Bezeichnung für ein künstlich erschaffenes Wesen (besitzt besondere Kräfte; jedoch stumm; oft von gewaltiger Größe). Erscheint als Retter der Juden in Zeiten der Verfolgung. Bekannt vor allem durch die Legende von Rabbi Löw, der um 1580 in Prag eine von ihm geknetete Tonfigur für einige Zeit belebt haben soll.

 

Jack Ketchum: »Edward Lee hat einen ganz besonderen Platz in der modernen Horrorliteratur. Lee liebt Sex und das Schlüpfrige, und dafür schämt er sich nicht. Er peitscht eine Geschichte voran wie ein Rennpferd, weiß, wie er dich zu Tode erschreckt. Aber wenn er will, kann er auch langsam und eindringlich, damit du mitfühlst und nachdenkst. Und das ist es, was ihn einzigartig macht.«


Richard Laymon: »Edward Lee – das ist literarische Körperverletzung!«

Edward Lee ist der führende Autor des Extreme Horror. Seine Werke enthalten überzogene Darstellungen von sexueller Gewalt. Wer so etwas nicht mag, sollte die Finger davon lassen. Für Fans dagegen ist Edward Lee ein literarisches Genie. Er schreibt originell, verstörend und gewagt – seine Bücher sind ein echtes, aber schmutziges Erlebnis.

Zusatzinformation

Autor: Lee, Edward
Buchreihe: Horror TB
Auflage: Deutsche Erstausgabe
Umfang: 384 Seiten
Ausführung: Paperback, Umschlag in Festa-Lederoptik
Format: 19 x 12 cm
ISBN: 978-3-86552-304-4
Originaltitel: The Golem
Übersetzung von: Manfred Sanders
Erscheinungsdatum: 19.08.2014
Brutalität/Gewalt:
3
Anspruch:
2
Sex/Obszönität:
3
Bewertungen

Kundenmeinungen zu "Golem"

Gut aber nicht perfekt!

von Marcus 12. Juni 2015
Der Autor bedient sich bei diesem Buch einer sehr interessanten Geschichte, einer Kombination aus Mythologie und Religion. Schon der Anfang des Buches zieht den Leser in seinen Bann und bewegt einen einfach dazu, weiterlesen zu müssen. In der einen Minute befindet sich der Leser in einer düsteren Vergangenheit, in der anderen Minute in der Gegenwart.Zeitsprünge heizen den Spannungsbogen dieses Buches enorm an und machen neugierig auf mehr.
Leider wirkt die an sich spannende Geschichte teilweise sehr vorhersehbar und scheint stellenweise auch etwas künstlich gestreckt.
Sex und Gewalt sind in diesem Buch natürlich vorhanden, im Vergleich zu anderen Werken des Autors doch eher dezent.

Wer angefangen hat dieses Buch zu lesen, kann es nur schwer aus der Hand legen.

Bravo Edward Lee !

Schöne Idee, aber ein bisschen zu wenig Golem

von Annette 8. Januar 2015
Golems sollten einmal die Menschen beschützen, aber das ist Jahrhunderte her und sowieso nur ein jüdisches Ammenmärchen. Die Menschen in Lowensport jedoch wissen, dass viel mehr Wahrheit hinter der Legende steckt, als gemeinhin angenommen wird. Als ein Schiff aus dem vergangenen Jahrhundert gefunden wird und auf diesem merkwürdige Fässer mit Lehm, verstehen Seth und Judy nicht, was sie damit sollen. Merkwürdigerweise werden aber genau diese Fässer kurz darauf aus dem Keller gestohlen. Zwar weiß die gelehrte Judy um die Verwendung von Lehm durch die tschechischen Juden, kann jedoch keinen Zusammenhang zwischen seltsamen Gesängen, dem Verschwinden des Lehms und Tierblut herstellen.

„Golem“ ist doch anders als das, was man sonst von Lee kennt. Es fehlen die übertriebenen Sexszenen und auch die krasse Brutalität, mit der sonst durch die Geschichten gemordet wird. Natürlich gibt es auch hier Tote und das ein oder andere abgerissene Körperteil, aber im Vergleich zu Büchern wir „Der Höllenbote“ oder „Incubus“ ist das neuste Werk des Autors zahm. Das bedeutet aber nicht, dass es eine langweilige Lektüre ist, denn Edward Lee versteht sich sehr wohl darauf, trotzdem für Spannung und schlaflose Nächte zu sorgen. Wie in anderen Werken, kommt auch hier eine Flut an Informationen und Wissen angefahren, leider wirkt dadurch die Figur der Judy ein bisschen zu unrealistisch (ein Paradox im Zusammenhang mit einem Lee-Roman!) und zu übertrieben. Sie kann scheinbar alle Sprachen und weiß alles, ist eine Theologieexpertin, zufällig hat sie sich auch mit den Ideologien beschäftigt, die man beim Zusammentreffen mit den Dorfbewohnern kennen sollte. Ein bisschen zu viele Zufälle, ein bisschen zu stark wurde hier konstruiert, was einen doch hin und wieder enttäuscht und beinahe genervt aufstöhnen lässt.

Mit „Golem“ hat Lee nicht nur ein vergleichsweise zahmes Buch geschrieben, sondern bietet auch einen tiefen Einblick in jüdische Religion und Mythologie. Ein schöner Ausflug in eine andere Welt, wo sich gerade doch alle nur über den Islam unterhalten.

Wenn Legenden wahr sind

von dark_angel 13. Oktober 2014
Seth und Judy haben sich ein Haus in der Nähe der Stadt Lowensport gekauft, um das Großstadtleben hinter sich zu lassen. Sie ahnen nicht, in welche Gefahr sie sich damit begeben. Denn Legenden zufolge haben die jüdischen Einwanderer vor über hundert Jahren Golems erschaffen, um sich zu schützen. Wie viel davon der Wahrheit entspricht, werden die beiden bald am eigenen Leib erfahren...

Auch wenn der Titel an sich schon verrät, worum es im neuen Buch von Edward Lee geht, so mindert es nicht das Lesevergnügen. Es ist auch - verglichen mit seinen anderen Werken - eine etwas leichtere Kost. Brutalität und Sexszenen sind zwar vorhanden, aber in einem anderen Kaliber als z.B. in "Der Höllenbote", "Flesh Gothic" oder "Bighead".

Die Handlung spielt in zwei Zeitebenen. Diese Methode hat Edward Lee bereits in "Haus der bösen Lust" auf gelungene Weise angewendet. Der Leser begleitet Seth und Judy in der Gegenwart und erlebt zeitgleich, was sich vor über hundert Jahren in Lowensport wirklich zugetragen hat und noch immer Einfluss auf die Gegenwart nimmt.

Und auch wenn die Art und Weise der Geschichte etwas zahm oder vorhersehbar wirkt, so liest man trotzdem weiter. Edward Lee versteht es nämlich, den Leser bei der Stange zu halten. Es bleibt konstant spannend und gewährt dem Leser Einblicke in die jüdische Mythologie. Hier trumpft Edward Lee wieder mit großem Sachwissen auf.

Eine spannende und kurzweilige Unterhaltung für verregnete Herbsttage.
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