Gresham, William Lindsay

Nightmare Alley

Time magazine: »Nightmare Alley kombiniert die gruselige Welt von Tod Brownings Film Freaks mit dem eigenwilligen Zynismus eines Jim-Thompson-Romans.«

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Beschreibung

Details

Grotesk, dunkel und bizarr. Definitiv ein Leckerbissen für Noir-Fans.

Stanton Carlisle lernt die schmutzigen Tricks der Jahrmärkte und wird zum skrupellosen Gauner. Er gibt sich als spiritueller Guru aus, um die Reichen und Schwachen auszunehmen. Doch sein Spiel der Täuschungen und Lügen treibt ihn geradewegs in die Albtraumgasse …

Mit effektiver Atmosphäre und außergewöhnlicher Prosa geschrieben, ist Nightmare Alley mehr als ein großes Drama: Stantons entschlossener Aufstieg und der unvermeidliche Sturz ins Verderben ist die röntgenscharfe Durchleuchtung des »american dream«.

Nightmare Alley erscheint im Festa Verlag als deutsche Erstveröffentlichung.

 

 

Time magazine: »Nightmare Alley kombiniert die gruselige Welt von Tod Brownings Film Freaks mit dem eigenwilligen Zynismus eines Jim-Thompson-Romans.«

Palm Beach Post: »Stan Carlisle ist ein gutaussehender Betrüger, der sich langsam die Nahrungskette hinabarbeitet – ein Roman, in den kein Lichtstrahl eindringt.«

Los Angeles Times: »Der ›Albtraum‹ des Titels trifft es genau … der amerikanische Traum wird umgedreht. Die Vorstellung, dass die menschliche Kreatur in einer Falle lebt, der sie niemals entfliehen kann, stammt aus der Seele des Autors. Nie war Noir autobiografischer … Nightmare Alley bleibt ein Meisterwerk. Das menschliche Tier ist allein, hilflos angesichts des Schicksals, und stolpert durchs Dunkel.«

James MacBride: »Ein 1A-Guignol mit einem Hauch von schwarzer Magie.«

Jack Conroy: »Gresham hat etwas von Nelson Algrens gehässiger Kraft, mit der er die Menschen der untersten Schicht darstellt.«

Chicago Reader: »Dieser Roman verschlingt geröstete kleine Cormac McCarthy-Romane zum Frühstück.«

 

FESTA MUST READ: Große Erzähler ohne Tabus. Muss man gelesen haben.

Zusatzinformation

Autor: Gresham, William Lindsay
Buchreihe: Festa Must Read
Umfang: 512 Seiten
Ausführung: Gebunden, mit Schutzumschlag in Lederoptik und Leseband
Format: 20,5 x 12,5 cm
ISBN: 978-3-86552-713-4
Originaltitel: Nightmare Alley
Übersetzung von: Christian Veit Eschenfelder und Anja Heidböhmer
Erscheinungsdatum: 26.02.2019
Brutalität/Gewalt:
2
Anspruch:
4
Sex/Obszönität:
2
Bewertungen

Kundenmeinungen zu "Nightmare Alley"

Düster und Atmosphärisch

von Axel 19. Mai 2019
Stanton Carlisle weis, wie man das einfache Volk hinters Licht führen kann. Er arbeitet auf einem Jahrmarkt, kennt Kartenspielertricks, lässt Geld verschwinden und arbeitet sogar als Wahrsager. Doch das reicht Stan nicht. Stan will mehr, viel mehr. Er entwirft zusammen mit seiner Assistentin Molly immer mehr Tricks um sein Ziel zu erreichen: Einen reichen Magnaten so in seinen Bann zu ziehen, das Stan für immer ausgesorgt hat.
Stan stellt sich sehr geschickt an führt alle hinters Licht um am Schluss doch zu Scheitern. Der Wandel wird gut beschrieben, Die Charaktere sind stimmig vorallem Molly ist sehr eindrücklich beschrieben.
Das Buch hat aber trotz der interessanten Geschichte und der wirklich guten Charaktere einige langatmige Stellen durch die man sich durch quälen muss. Das schmälert den Genuss etwas. Das wirklich gute Ende weis aber genau so zu überzeugen wie der Rest der Geschichte so das ich über diese paar Stellen gut hinwegsehen kann.
Deswegen von mir 4 Sterne

Interessant, dunkel und mit Angst und Schmerz behaftet

von Magische Momente Alys Bücherblog 30. April 2019
Auf Nightmare Alley hab ich mich sehr gefreut. Das Cover hat mich sofort angezogen, woraufhin ich erstmal die Leseprobe gelesen habe. Diese traf ebenfalls meinen Geschmack und so begann ich.

Besonders gut hat mir das Buch ohne Schutzumschlag gefallen, ein richtig schönes grün, das mir richtig gut gefallen hat.
William Lindsay Gresham hat einen sehr fesselnden und einnehmenden Schreibstil, wodurch ich das Werk in einem Rutsch inhaliert habe. Ich fand es richtig schön zu lesen, denn es kamen fast keine Stolpersteine auf.
Die Atmosphäre empfand ich als sehr düster, aber auch etwas drückend.
Es hatte etwas qualvolles und berechnendes an sich.
Hierbei handelt es sich um die Geschichte von Stanton Carlisle. Das Ganze erfahren wir aus der Perspektive eines auktorialen Erzählers. Was mir wirklich gut gefallen hat. Denn wir lernen nicht nur Stanton kennen.
Denn ehrlich gesagt mochte ich Stanton gar nicht. Ich kann nicht mal sagen, warum das so war. Er hatte etwas sehr berechnendes und kaltes an sich, das mir einfach nicht gefiel.
Stanton ist jemand, der nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist. Kollateralschäden sind quasi unvermeidbar. Und ebenso ist vorprogrammiert, das seine Gier ihn tief fallen lassen wird.
Denn ewig kann er mit seinen Betrügereien nicht durchkommen.
Am Anfang ist es der Jahrmarkt, bis er meint , er könne das auch allein. Das zieht ihn immer weiter in eine Abwärtsspirale , bei der er einiges durchmacht.
Der Erfolg ist mächtig. Zu mächtig.
So mächtig , das er meint unbesiegbar zu sein.
Doch es gibt mehr Menschen wie Stan und irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem er an den Falschen gerät.
Neben Stan spielt auch Molly eine sehr wichtige und tragende Rolle. Molly hat mir unheimlich gut gefallen. Sie ist sehr sanft und verletzlich und man hat das Gefühl, die Welt des Jahrmarktes würde sie verschlingen.
Molly ist einfach zu gut, zu vorhersehbar.
Ihr Hintergrund hat mich nicht kalt gelassen, weswegen ich auch so mit ihr gelitten habe.
Zu gern hätte ich sie mal ordentlich durchgeschüttelt, damit sie mal die Scheuklappen abnimmt und die Wirklichkeit sieht.
Eine Frau die einfach besseres verdient hat.

Die Handlung hat mich sofort begeistert. Den Verlauf empfand ich als sehr interessant und faszinierend.
Manipulationen, Besessenheit und Hochgefühl.
Illusionen. Zauberei.
All das findet man hier und noch viel mehr.
Es hat mich erstaunt, wie weit Stan mit seinen Betrügereien kam. Man muss ihm jedoch zugute halten, das es sehr geschickt angestellt war. Dennoch war es erstaunlich für mich, wie leicht Menschen manipuliert werden können.
Triff sie an einer verletzlichen Stelle und zack, sie fressen dir aus der Hand.
Ich empfand das als sehr beängstigend und beklemmend.
Nichtsdestotrotz haftet dem Ganzes auch etwas trauriges , verlorenes und einsames an.
Denn alle sehen Stans Hülle.
Doch wer ist Stan wirklich?
Wahres Glück das er nie erfahren wird, weswegen er mir mitunter doch etwas leidtat.
Stan geht seinen Weg geradlinig ohne Rücksicht auf Verluste. Auch sein Hintergrund konnte ihn für mich nicht sympathisch machen.
Ein Werk das von Intrigen und Gaunereien lebt.
In der damaligen Zeit hat es funktioniert und für viel Aufsehen gesorgt. Heute wäre das kaum noch möglich.
Bis auf ein paar Längen ließ es sich wirklich gut lesen. Das Ende fand ich als sehr stimmig.
Der Autor baut zwar keine allzu großen Überraschungen ein, dennoch hat es mich mitgerissen und immer weiterlesen lassen.
Die Entwicklung ist deutlich spürbar und man kommt dabei zu seinen eigenen Schlüssen.
Emotional gesehen konnten mich Molly und Zeena mitreißen, bei Stan blieb es dagegen etwas auf der Strecke, was ich doch als sehr schade empfand.
Ich hätte mir da einfach mehr Zugang gewünscht, um ihn besser verstehen und verinnerlichen zu können.
Insgesamt sind die Charaktere jedoch sehr authentisch, greifbar und mit Ecken und Kanten versehen. Etwas das ihnen sehr viel Menschlichkeit verleiht. Leider empfand ich sie aber auch als etwas flach.
Ebenso hätte es gern temporeicher sein können. Es besticht weitgehend mit unterschwelliger Spannung.
Schlussendlich zwar ein interessanter und düsterer Roman, der mich jedoch nicht vollends überzeugen konnte.

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. Dies beeinflusst meine Meinung jedoch in keinster Weise.

Fazit:
Die Geschichte des Stanton Carlisle ist düster und unheilvoll.
Hochgefühl. Berechnung. Besessenheit.
Illusionen. Zauberei.
Eine Abwärtsspirale die sich immer weiter dreht.
Interessant, dunkel und mit Angst und Schmerz behaftet.
Mich konnte vor allem Molly begeistern.
Ein Werk das mich mitgerissen hat, aber auch kleine Schwachstellen hat.

TIEFGRÜNDIG, DÜSTER, ATMOSPHÄRISCH!

von Nicole 23. April 2019
TIEFGRÜNDIG, DÜSTER, ATMOSPHÄRISCH!

Zunächst eine kleine Gebrauchsanweisung für dieses Buch:

Die Story ist keineswegs leicht zu LESEN, der Schreibstil ist schon recht anspruchsvoll teilweise auch etwas anstrengend, also setzt Euch hin, schaltet ab und lasst Euch auf dieses Buch ein. Denn nur so wird die Story zu einem absoluten Lesegenuss.

Hereinspaziert und Herzlich Willkommen auf dem Jahrmarkt der Kuriositäten. Nichts ist so wie es auf den ersten Blick erscheint. Buntes treiben und fröhliches Kinderlachen sind nur eine Fassade. Skrupellose Gauner treiben Ihr Unwesen, doch dies ist der gerade Weg ins verderben.

Dieses Buch zeichnet sich durch seine atemberaubende Atmosphäre aus. Beim Lesen war ich Zaungast und mittendrinn im Geschehen.
Der Schreibstil ist GRANDIOS, absolut bildhaft und wortgewaltig, aber wie schon erwähnt, nicht ganz einfach zu Lesen. Die Story ist keine leichte Kost, man merkt eindeutig dass der Autor ein von tiefen Ängsten heimgesuchter Mann war, der seine finsteren Gedanken auf Papier brachte.
Ich habe noch nichts vergleichbares gelesen und bin mir sicher, dass dieses Buch so einige Liebhaber findet.
Die Protagonisten hätten nicht besser charakterisiert sein können.
Die Story hatte auch so ihre Längen, das hat mich aber wenig gestört, da die Atmosphäre mehr als fesselnd war.

Ich vergebe 5 ☆☆☆☆☆ und eine absolute Leseempfehlung!
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