Lovecraft, H. P.

Das schleichende Chaos

Gesammelte Werke Band 3

Dritter Band (von 6)

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Beschreibung

Details

Inhalt:

Der Baum
Hypnos
Iranons Suche
Polaris
In der Gruft
Das Bild im Haus
Jäger der Finsternis
Das Verderben, das über Sarnath kam
Die Musik des Erich Zann
Die anderen Götter
Träume im Hexenhaus
Der Schatten aus der Zeit

Bonusmaterial:
Dorothy C. Walter: Drei Stunden mit Lovecraft
R. H. Barlow: Notizen zu Lovecraft

Clive Barker: »Lovecrafts Werk bildet die Grundlage des modernen Horrors.«

Michel Houellebecq: »Wohlgemerkt, das Leben hat keinen Sinn. Aber der Tod auch nicht. Und das ist eines der Dinge, die einem das Blut gefrieren lassen, wenn man das Universum Lovecrafts entdeckt.«

Markus Heitz: »Die zahlreichen Geschichten rund um den Cthulhu-Mythos beinhalten für mich bis heute enorme Kraft und Wirkung, ebenso Lovecrafts Schauer- und Traumweltgeschichten. Nicht zuletzt war er Inspiration für viele andere Kreative.«

 

Alle Storys sind neu übersetzt. Warum das?

F. Festa (in einem Interview): »Die Suhrkamp-Übersetzungen sind wirklich etwas veraltet, zum Teil fehlerhaft. H. C. Artmann hat sogar hinzugedichtet! Dagegen haben manche Übersetzer dann Sätze weggelassen, die ihnen obskur vorkamen. Aber das ist doch gerade das Kennzeichnende an Lovecraft, wie er Atmosphäre schafft!
Jetzt könnte man sagen, dass Lovecraft ja auch altmodisch schrieb. Okay, aber muss man denn wirklich »er war erstaunt ob seiner Zuversicht« übersetzen, hört sich denn »er war über seine Zuversicht erstaunt« nicht besser und lesbarer an? Das ist keine Verfälschung des Originals.
Oder die Maßeinheiten, meine Güte, in den alten Übersetzungen sind die Berge des Wahnsinns 20000 Fuß hoch, eine Kiste 10 Zoll lang … Da entstehen beim Leser doch keine klaren Bilder.
Auch die Edition Phantasia hat leider bei ihrer Neuausgabe 2001 kaum etwas an den Suhrkamp-Übersetzungen geändert, obwohl es nötig gewesen wäre. So fehlt zum Beispiel auch dort bei ›Das merkwürdig hochgelegene Haus im Nebel‹ ein ganzer Absatz …«

Eine klare Sortierung der Texte ist nicht zu erkennen.

F. Festa: »Nein, das Konzept ist, dass es kein Konzept gibt. Das schleichende Chaos eben! Nein, im Ernst: Hätte man die Storys chronologisch oder nach Themen geordnet, wäre die Auswahl etwas steril geworden, erst die frühen schwächeren Arbeiten, dann seine Fantasy-Phase, dann die großartigen Novellen. So ist das Werk mal durchgemischt und liest sich lebendiger – hoffe ich zumindest.«

Zusatzinformation

Autor: Lovecraft, H. P.
Buchreihe: H. P. Lovecrafts Bibliothek des Schreckens
Auflage: Originalausgabe
Umfang: 320 Seiten
Ausführung: Gebunden, mit Schutzumschlag in Lederoptik und Leseband
Format: 21 x 13,5 cm
ISBN: 978-3-86552-056-2
Übersetzung von: Andreas Diesel und Frank Festa
Brutalität/Gewalt:
1
Anspruch:
4
Bewertungen

Kundenmeinungen zu "Das schleichende Chaos"

Lovecraft :)

von Thomas 11. Dezember 2017
Die gesammelten Werke Lovecrafts sind durchgehend klasse.
Ich kann bei diesen 6 Bänden keinen Favorit ausmachen, da sie alle 5 Sterne verdienen.
Ich freue mich schon drauf die neuen 3 Bände zu lesen :-)

Horror zur Entspannung und zum Genießen

von Barin 4. April 2017
Dem dritten Band gebe ich gerne 5 Sterne, denn die unsäglichen rassistischen Bemerkungen kommen in den hier versammelten Geschichten nicht vor.
Ich frage mich, ob die Einordnung Lovecrafts unter "Horrorgeschichten" sinnvoll ist. Viele der Erzählungen gehen in den Bereich Fantasy oder Science-fiction, einige verzichten auch auf Horrorelemente. Letztlich ist der Autor doch recht vielseitig, was ich gut finde.
Ein wenig enttäuscht war ich von der Novelle "Der Schatten aus der Zeit", deren Handlung wegen vieler Beschreibungen stockte und keine Überraschungen bot. Umso mehr fesseln konnten die Kurzgeschichten, besonders "Die Musik des Erich Zann". Sehr spannend war auch "Träume im Hexenhaus".
Die Vielzahl der Themen erstaunt schon. Hier war es gut, daß man auf die Unterscheidung der Geschichten in Roman, Novelle oder Kurzgeschichte verzichtete und sie thematisch nicht geordnet wurden.
Unter den frühen Werken fanden sich einige etwas schwächere Texte wie "Der Baum" und "Polaris"; dies führt aber nicht zur Abwertung, weil eine Gesamtausgabe selbstverständlich auch solche Texte enthalten muß.
Insgesamt meine ich, daß die Lektüre dieses Buches zwar keine Mutprobe darstellt, aber man sich dabei genüßlich zurücklehnen kann. Und das ist doch die Hauptsache.
An dieser Stelle nochmal ein dickes Lob für die Gestaltung der Bände, die exzellenten Übersetzungen und die gute Mischung der Geschichten.

von Mister Pecksniff 30. Oktober 2012
Über den Inhalt kann/muß man wohl nichts sagen, da jeder weiß - oder wissen sollte - was ihm erwartet, wenn er Lovecraft liest. Die Gestaltung der Bücher sind edel und klassisch, hier war weniger eindeutig mehr. Großes Lob an den Verlag für diese wirklich schöne Edition.
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