Lee, Edward

Dahmer ist nicht tot

Im Juli 1991 fasste die amerikanische Polizei einen der teuflischsten Serienmörder der Geschichte – Jeffrey Dahmer. Drei Jahre später wurde er im Gefängnis erschlagen ... Doch kurz nach dem Begräbnis beginnt eine weitere kannibalistische Mordserie.
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Beschreibung

Details

Hat Dahmer seinen eigenen Tod nur vorgetäuscht?

Im Juli 1991 fasste die amerikanische Polizei einen der teuflischsten Serienmörder der Geschichte – den Kannibalen Jeffrey Dahmer. Drei Jahre später wurde er im Gefängnis von einem anderen Insassen erschlagen ...
Doch kurz nach dem Begräbnis beginnt eine weitere kannibalistische Mordserie. Fingerabdrücke, DNA und modus operandi – alle Spuren führen zu Dahmer.
Die Ermittlerin Helen Closs ist sich sicher, dass es sich um einen perversen Nachahmer handelt ... bis in der Nacht ihr Handy klingelt und Jeffrey Dahmer selbst mit ihr redet.

Eine fein geschliffene Geschichte. Edward Lee und die Serienkillerexpertin Elizabeth Steffen sind auf Augenhöhe mit den besten Kriminalschriftstellern. Gruselig und intelligent ... so wie Jeffrey Dahmer selbst.

Zusatzinformation

Autor: Lee, Edward
Buchreihe: Horror & Thriller
Auflage: Deutsche Erstausgabe
Umfang: 352 Seiten
Ausführung: Paperback, Umschlag in Festa-Lederoptik
Format: 20 x 12,5 cm
ISBN: 978-3-86552-566-6
Originaltitel: Dahmer's Not Dead
Übersetzung von: Christian Jentzsch
Erscheinungsdatum: 22.08.2017
Brutalität/Gewalt:
3
Anspruch:
3
Sex/Obszönität:
2
Bewertungen

Kundenmeinungen zu "Dahmer ist nicht tot"

Ein unkonventioneller Lee mit Co-Autorin, trotzdem lesenswert.

von Sebastian 16. Juni 2018
„Dahmer ist nicht tot“ – Oder doch? Oder nicht?

Autor: Edward Lee & Elizabeth Steffen | Titel: Dahmer ist nicht tot
Verlag: Festa| Seiten: 352
Preis: 13,99 € als Taschenbuch, 4,99 € als eBook

Jeffrey Dahmer war ein realer Serienkiller in den USA, der nach seiner Gefangennahme im Gefängnis von einem Mithäftling erschlagen wurde. Er gestand 16 von 17 im vorgeworfenen Morden und starb im Alter von 34 Jahren am 28.11.1994 in Portage, Wisconsin. (https://de.wikipedia.org/wiki/Jeffrey_Dahmer)
Die Story in diesem Roman setzt quasi zu dem Zeitpunkt ein, an dem Dahmer im Gefängnis erschlagen wurde und spinnt die Handlung alternativ fort.

Klappentext
Hat Dahmer seinen eigenen Tod nur vorgetäuscht?

Im Juli 1991 fasste die amerikanische Polizei einen der teuflischsten Serienmörder der Geschichte – den Kannibalen Jeffrey Dahmer. Drei Jahre später wurde er im Gefängnis von einem anderen Insassen erschlagen …
Doch kurz nach dem Begräbnis beginnt eine weitere kannibalistische Mordserie. Fingerabdrücke, DNA und modus operandi – alle Spuren führen zu Dahmer.
Die Ermittlerin Helen Closs ist sich sicher, dass es sich um einen perversen Nachahmer handelt … bis in der Nacht ihr Handy klingelt und Jeffrey Dahmer selbst mit ihr redet.

Eine fein geschliffene Geschichte. Edward Lee und die Serienkillerexpertin Elizabeth Steffen sind auf Augenhöhe mit den besten Kriminalschriftstellern. Gruselig und intelligent … so wie Jeffrey Dahmer selbst.


Inhalt
Helen Closs ist der beste Detective ihres Departements und durch ihre Aufklärungsrate eine Koriphäe in ihrer Stadt. Ihr wird an einem Morgen mitgeteilt, das Dahmer im Gefängnis erschlagen wurde. Doch dann wird sie zu einem Mord gerufen, der die Handschrift des verurteilten Dahmers trägt und sie gerät ins Zweifeln. Ist Dahmer wirklich tot, oder ist er mit Hilfe von anderen aus dem Knast geflohen und mordet weiter?

Cover
Das Cover ist passend zu einem Thriller gewählt, nicht zu brutal, aber doch auffallend so das man das Buch in die Hand nimmt und sich den Klappentext anschaut. Im Gegensatz zu meinen anderen Festas ist es mal ein weißes Cover, das sich allerdings auch sehr gut im Regal macht. Der Bohrer im Schädel zeigt eine von Jeffrey Dahmer Foltermethoden die er damals bei seinen Opfern angewandt hat.

Bewertung
Mein erste Lee mit einer Co-Autorin zusammen. Was man von Lee normalerweise erwartet, sprich Ekel-Horror, viel Sex und noch mehr Gewalt findet man in diesem Roman nicht wieder. Statt dessen erwartet den Leder eine Crime-/Thriller-Story um den nicht fiktiven Serienkiller Jeffrey Dahmer der zwischen 1978 und 1991 in den USA sein Unwesen trieb und 17 kannibalistische Morde verübte. Der Hintergrund der Story ist gut recherchiert, man merkt das sich das Autorenduo mit dem Stoff beschäftigt hat und weiß wovon es schreibt.
Der Hauptcharakter, Helen Closs, ist eine Polizistin die innerlich kaputt ist. Sie kann keine Beziehung aufrecht erhalten, weil sie immer irgendwelche Dinge vermutet die so nicht sind. Sie ist psychotisch und besessen und sucht, natürlich, auch einen Psychiater auf der ihr weiterhelfen soll bei ihren Problemen. Sie ist mit dem Chef der Pathologie liiert, der ihr weiterhilft, steht aber auf Kriegsfuß mit einer weitern Mitarbeiterin derselben. Man kann viel in ihr Seelenleben schauen und liest was in ihr vorgeht und wie sie sich fühlt, was sie über die aktuellen Entwicklungen denkt. Teilweise nervt sie mich aber auch gewaltig wenn Sie sich mal wieder in Selbstmitleid verliert oder sich selbst analysiert und ihre wiederkehrenden Fehler eingesteht.
Die Story an sich gefällt mir sehr gut, detailliert schildern Lee & Steffen was während der Jagd auf Dahmer, oder seinen Nachfolger, passiert und wie dort alles zugeht. Der Gewaltgrad der Morde ist hoch, aber es wird immer nur kurz beschrieben was dort zu sehen ist. Closs wendet sich angewidert immer wieder ab, so dass das meiste im Kopf des Lesers passiert und zu sehen ist. Das ist man so von Lee nicht gewohnt. Die Aufklärung der ganzen Story ist gelungen, sehr detailreich in ihrer Beschreibung und löst quasi alle Fragen des Lesers auf wie es denn sein konnte was dort passiert.
Wenn ihr auf einen guten Thriller steht, und euch auf eine andere Art von Lee einlassen möchtet, kann ich euch den Roman nur empfehlen. Es ist halt nicht das, was man von Lee erwartet wenn man einen Lee in Händen hat.

Logische Fehler markieren das Buch

von Kyra 11. Januar 2018
Edward Lee ist eher bekannt als Autor der härteren Lesart. Mit Bighead hat er das verstörendste Buch überhaupt geschrieben, mit Header einen abartigen Ekelroman. Seine Romane Der Höllenbote oder Golem überzeugen durch eingehende Recherchen und Spannung. Mit Dahmer ist nicht tot hat er sich in meinen Augen ein bisschen von dem weggewagt, was man normalerweise von ihm kennt. Das mag nicht zuletzt an der Coautorin Elizabeth Steffen liegen, die auf dem Backcover mit "Serienkillerexpertin" angegeben ist. Damit ist auch klar, dass diese Geschichte an Porträt der Psychopathin als junge Frau anschließt und hier ein neuer schriftstellerischer Weg beschritten wurde. Ob einem dieser Wandel nun gefällt, ist schwer zu sagen. Man vermisst den alten Lee, den man so kannte, die Hardcoreschiene, die abschreckend und eklig war und einen gleichzeitig fasziniert hat. Aber Lee hat schon immer auch intelligent geschrieben und kann diese Art Thriller ebenfalls ganz gut vermarkten.

Trotz allem stört die Protagonistin gewaltig. Die Ermittlerin, die natürlich der beste Cop der ganzen Welt ist, geht einem so dermaßen auf die Nerven mit ihrem kindischen, nicht nachvollziehbaren und zickigem Verhalten, dass man mehrfach das Buch weglegen möchte. Das überträgt sich teilweise auch auf die anderen Akteure. Plötzlich ist Ermittlerin Helen Closs der Buhmann, weil sie nicht daran glaubt, dass Dahmer wirklich noch lebt, und alle wenden sich von ihr ab. Sie habe den Fall an die Wand gefahren, sie habe ihre Karriere zerstört und weitere Vorwürfe. Man kann aber nicht verstehen, warum ihr dies vorgeworfen wird, es gibt nicht mal eingehende Ermittlungen, keine logischen Vorgehensweisen, die man vor dieser Verurteilung anstellen würde. Leider bleibt dadurch die Spannung auf der Strecke und man muss etwas Durchhaltevermögen beweisen, um sich bis an das Ende des Buches durchzukämpfen. Zurück bleiben Fragen, warum Closs wegen der Exhumierung, die gar nicht komplett durchgeführt wurde und die einen großen Fortschritt in den Ermittlungen bringen könnte, würde man danach richtig ermitteln oder hätte man das zuvor bereits getan, warum Closs deshalb komplett bei allen unten durch ist.

Für richtige Thrillerfans ist das Buch nicht so prickelnd, weil es unlogisch ist und zu viele Fehler hat. Man möchte zwar schon wissen, wie nun die Auflösung ist, das ist ein kleiner Pluspunkt, aber der tröstet auch nicht über die sonst eher mangelhafte Ausarbeitung und Darstellung hinweg.

Spannender Kannibalen-Thriller

von Niklas 13. Dezember 2017
Eine Rezension für "Phantastik-News.de":

Als die Polizei im Juli 1991 den kannibalischen Serienmörder Jeffrey Dahmer fasste, verdankte sie diesen Erfolg wohl eher dem Zufall als einem erfolgreichen Ermittlungsverfahren. So oder so: Dahmer, der bereits damals die Fantasie der Presse beflügelte, wanderte ins Gefängnis. Dort allerdings waren ihm nicht viele Jahre seiner lebenslangen Haft beschieden, wurde er doch drei Jahre später von einem Mithäftling erschlagen.

Edward Lee und Elisabeth Steffen stellen in ihrem aktuellen Roman nun die Frage, was wäre, wenn dieser Mord nur inszeniert war? Was wäre, wenn Dahmer seinen Tod vorgetäuscht hätte, um aus dem Gefängnis zu entkommen? Und was wäre, wenn er in Freiheit genau da weitermachen würde, wo er aufgehört hat?

Diese durchaus unappetitliche Vorstellung lässt das Horror-Duo den Leser nun aus der Perspektive der Polizistin Helen Closs durchleben. Die Protagonistin hinterlässt dabei einen etwas zwiespältigen Eindruck. Einerseits vereint sie typische Ermittler-Klischees der härteren Krimi-Gangart in sich: Closs ist psychisch fertig, pessimistisch, chronisch beziehungsunfähig und hat gerade mit dem Rauchen aufgehört. Andererseits entsteht ein Großteil ihrer psychischen Probleme nicht etwa aus ihrer verstörenden Arbeit als Mordermittlerin, sondern aus der Tatsache, dass sie sich den Wechseljahren nähert und noch immer keine Familie gegründet hat. Erfrischend anders! Nach außen hin wirkt die gute Frau Closs wie eine knallharte Polizistin mit nahezu perfekter Erfolgsquote, sie ist gar drauf und dran, zum ersten weiblichen Deputy Chief befördert zu werden. Auch wenn sie innerlich zerrissen ist, scheint ihre Arbeit offenkundig nicht zu leiden. Umso mehr verwundert es da, wie dämlich die Protagonistin an manchen Punkten agiert – an anderer Stelle wiederum überrascht Closs dann mit geradezu übermenschlicher Kombinationsgabe.

Wirklich spannend macht das Buch aber weniger seine Protagonisten als vielmehr die Frage, ob Dahmer denn nun noch lebt oder nicht. Der Leser erwischt sich mehr als einmal dabei, wie er sich selbst seiner Sache nicht mehr sicher ist. Denn auch wenn schon der Titel des Romans darauf hinweist, dass der Serienmörder fröhlich weiter Menschen verspeist, ist der Fall weit weniger klar. Und das ist gut so! Lee und Steffen spinnen munter ein Verwirrspiel, wie es seines Gleichen sucht. Dahmer ist offenkundig tot, ein Mitinsasse hat sein Gesicht zu Brei verarbeitet, dabei freundlicherweise aber ein paar Zähne zur Klärung der Identität des Toten übrig gelassen. Doch auch andere Tests betätigen: Dahmer ist tot. So tot wie man nur sein kann. Die Morde scheint ein Nachahmer zu begehen. Doch warum kann der mit Dahmers Stimme telefonieren? Ist das Ganze vielleicht doch ein groß angelegter Betrug?

„Dahmer ist nicht tot“ ist ein spannender Thriller mit einigen überraschenden Wendungen, der vor allem durch sein cleveres Verwirrspiel überzeugt. Insgesamt ist der Ekelfaktor für Lee-Verhältnisse relativ gering, dafür liegt häufig ein Schwerpunkt auf den Möglichkeiten technischer Ermittlungsverfahren – natürlich Stand Mitte der 90er. Spannend!
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